Peters Fahrschule
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Praktische Prüfung · TÜV/DEKRA

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Klasse B · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 55 Minuten
01

Sicherheitskontrolle

Der Prüfer wählt stichprobenartig 3 Prüfpunkte aus 5 Themenbereichen am Fahrzeug.

~5 Min
02

Grundfahraufgaben

3 Aufgaben insgesamt: 1 Pflichtaufgabe (Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung) + 2 aus 4 Wahlaufgaben (Rückwärtsvarianten, Umkehren).

~10 Min
03

Fahrt im Verkehr

Anlage 7 FeV schreibt mindestens 30 Min tatsächliche Fahrzeit im Verkehr vor — in der Stadt, außerorts sowie wenn möglich auf Autobahn/Kraftfahrstraße.

mind. 30 Min
04

Abschluss & Bewertung

Rückfahrt zum Prüfungsort, Parkieren, kurze Nachbesprechung des Prüfungsergebnisses. Rest auf die Gesamtdauer von 55 Min.

~10 Min

Phasenzeiten sind Richtwerte laut Prüfungsrichtlinie — Anlage 7 FeV normiert verbindlich nur Gesamtdauer (55 Min) und Mindestfahrzeit im Verkehr (30 Min). Summe: 5 + 10 + 30 + 10 = 55 Min.<br><br><strong>B197 — Klasse B mit Automatik-Prüfung:</strong> Möchtest du auf einem Automatikfahrzeug prüfen, legst du B197 ab. <strong>Prüfungsdauer und -inhalt sind identisch zur Klasse B</strong> (55 Min, gleiche Sicherheitskontrolle, gleiche Grundfahraufgaben). Die Schaltkompetenz wird bereits <strong>vor</strong> der Prüfung in der Ausbildung erworben und vom Fahrlehrer bestätigt — mind. 10 Fahrstunden auf einem Schaltfahrzeug + 15-minütige Testfahrt (§ 17a FeV). Nach bestandener Prüfung erhältst du die <strong>uneingeschränkte Klasse B</strong>.

Prüfort München Ost
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Prüfort München Ost

So läuft die Prüfung in München ab — Eindrücke direkt vom TÜV-Prüfort.

Klasse B · Sicherheitskontrolle

Sicherheitskontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

5 Themenbereiche · 3 Prüfpunkte stichprobenartig · ohne Werkzeug

Offiziell: „fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt" (Anlage 7 FeV 2.1.3). Der Prüfer wählt aus den 5 Themenbereichen stichprobenartig 3 Prüfpunkte aus — du zeigst und erklärst sie am stehenden Fahrzeug. Gilt für Schalt- und Automatik-Prüfung (B197) gleichermaßen.

1

Reifen

Beschädigungen: Sichtprüfung auf Risse, Beulen, eingefahrene Fremdkörper (Nägel, Splitt) und unregelmäßigen Verschleiß.
Profiltiefe: gesetzliches Minimum 1,6 mm über die gesamte Lauffläche — empfohlen 3 mm, im Winter 4 mm.
Reifendruck: Soll-Wert aus Tankklappe / Türholm / Bordbuch benennen und ggf. am Manometer prüfen — beladungsabhängig.
Alter / DOT: DOT-Nummer an der Reifenflanke — älter als 6 Jahre wird kritisch betrachtet.

2

Scheinwerfer, Leuchten, Blinker, Hupe

Funktionsprüfung: Standlicht, Abblend- und Fernlicht, Schluss-, Brems- und Kennzeichenbeleuchtung, Nebelschlussleuchte, Warnblinkanlage, Blinker, Rückfahrscheinwerfer — einzeln durchschalten.
Kontrollleuchten: im Cockpit benennen (Fernlicht blau, Blinker grün, Nebelschluss gelb, Warnblinker).
Rückstrahler: am Pkw rote, nicht-dreieckige Rückstrahler (dreieckig sind nur Anhänger) — hinten vorhanden und sauber.
Hupe: kurz antippen, hörbare Funktion.

3

Lenkung

Lenkschloss entriegeln: Zündung ein, Lenkrad leicht bewegen — korrekten Ablauf zeigen.
Lenkspiel: bei stehendem Fahrzeug am Lenkrad leicht nach links / rechts bewegen, Lenkspiel darf nur gering sein.
Servounterstützung: nach Motorstart muss die Unterstützung spürbar sein — Lenkrad geht leichtgängig.
Lenkradverstellung: falls vorhanden, festziehen und Sitz gegen Verrutschen sichern.

4

Bremsanlage

Betriebsbremse: Pedal mit Fuß durchtreten — muss festen Druckpunkt haben und darf nicht durchgehen; Bremskraftverstärker: bei abgestelltem Motor mehrfach pumpen, dann starten — Pedal senkt sich spürbar.
Feststellbremse: Hand- oder Fußbremse anziehen und lösen — Kontrollleuchte geht an/aus; bei elektrischer Feststellbremse Schalter zeigen.
Bremsflüssigkeit: Ausgleichsbehälter zwischen MIN und MAX, Norm DOT 4.
ABS-Kontrollleuchte: nach Zündung aktiv, erlischt spätestens nach Losfahren.

5

Flüssigkeitsstände

Motoröl: Fahrzeug eben, Motor kalt oder nach kurzer Standzeit — Messstab ziehen, abwischen, erneut stecken, Ölstand zwischen MIN und MAX.
Kühlmittel: Ausgleichsbehälter zwischen MIN und MAX — niemals bei heißem Motor öffnen, Verbrühungsgefahr.
Scheibenwaschflüssigkeit: Behälter zeigen, Füllstand prüfen — im Winter mit Frostschutz.
Bremsflüssigkeit: Behälter im Motorraum zeigen, Stand zwischen MIN und MAX (wird oft mitgefragt).

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Die Sicherheitskontrolle gilt als nicht bestanden, wenn du <strong>2 Prüfpunkte</strong> nicht korrekt durchführst. Bei nur 1 Fehler darf der Prüfer einen weiteren Punkt aus demselben Themenbereich stellen. Quelle: Anlage 7 FeV 2.1.3 + PrüfRiLi Fahraufgabenkatalog B.
Sicherheitskontrolle Führerscheinklasse B
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Sicherheitskontrolle Führerscheinklasse B

Alle 5 Themenbereiche Schritt für Schritt erklärt — ideal zum Mitmachen am Auto.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse B · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

3 Aufgaben: 1 Pflicht + 2 aus 4 Wahl · Anlage 7 Nr. 2.1.4.2 FeV

Insgesamt 3 Grundfahraufgaben: Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung ist Pflicht in jeder Prüfung. Dazu wählt der Prüfer 2 aus 4 Wahlaufgaben. Eine formale „Gruppe 1/Gruppe 2"-Einteilung gibt es laut FeV nicht. Gilt für Schalt- und Automatik-Prüfung (B197) gleichermaßen.

1

Pflicht · Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung

Aus ca. 30 km/h kontrolliert zum Stillstand bringen — Reifen dürfen nicht blockieren, ABS darf regeln. Diese Aufgabe wird in jeder Klasse-B-Prüfung gefahren (Anlage 7 Nr. 2.1.4.2 FeV).

2

Wahl · Rückwärts nach rechts (Einmündung/Kreuzung/Einfahrt)

Unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt rückwärts nach rechts fahren, ohne den Bordstein zu berühren.

3

Wahl · Rückwärts in Parklücke (Längsaufstellung)

In eine Längsparklücke am Straßenrand (ca. 8 m Lücke) zwischen zwei Fahrzeugen rückwärts einparken.

4

Wahl · Rückwärts in Parklücke (Quer-/Schrägaufstellung)

In eine senkrechte oder schräge Parklücke rückwärts einparken — rechts oder links zur Fahrbahn.

5

Wahl · Umkehren (Wenden) durch Vor- und Zurücksetzen

In einer Straße durch mehrmaliges Vor- und Zurücksetzen in die Gegenrichtung wenden — z.B. in einer Sackgasse oder Engstelle.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Bordsteinkontakt, Abbruch, mehrmaliges Zurücksetzen über das zulässige Maß, Berühren von Hindernissen oder unkontrolliertes Ausscheren führen in der Regel direkt zum Nichtbestehen. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.2 FeV + PrüfRiLi Fahraufgabenkatalog B.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse BE · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 55 Minuten
01

Fahrzeugkontrolle am Gespann

Stichprobenartige Kontrolle von Kupplung, Beleuchtung, Bremsanlage und Reifen am Gespann.

~5 Min
02

Ab- und Ankuppeln

Pflichtteil der fahrtechnischen Vorbereitung: korrektes An- und Abkuppeln des Anhängers inkl. Sicherungen und elektrischer Verbindung.

~10 Min
03

Grundfahraufgabe

Eine Pflicht-Grundfahraufgabe laut Anlage 7 FeV: Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links.

~5 Min
04

Fahrt im Verkehr

Anlage 7 FeV schreibt mindestens 30 Min Fahrt im Gespann vor — Stadt und Landstraße, wenn möglich Autobahn/Kraftfahrstraße.

mind. 30 Min
05

Abschluss

Rückfahrt, Parken am Prüfungsort, Nachbesprechung. Summe: 5 + 10 + 5 + 30 + 5 = 55 Min.

~5 Min

Voraussetzung: gültige Klasse B. Gesamtdauer laut Anlage 7 FeV: 55 Min (davon mind. 30 Min Fahrt im Verkehr). Eine „Abfahrtkontrolle" i.S.d. Anlage 7 existiert für BE nicht — die Fahrzeugkontrolle ist Teil der fahrtechnischen Vorbereitung (wie bei B).

Klasse BE · Fahrzeugkontrolle am Gespann

Fahrzeugkontrolle am Gespann

PrüfRiLi Anlage 10

Fahrtechnische Vorbereitung · Fokus auf Kupplung, Bremse, Beleuchtung, Reifen

Anlage 7 FeV 2.1.3 ordnet die Kontrolle bei BE als „fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt" ein — angepasst ans Gespann. Der Prüfer wählt stichprobenartig; zusätzlich ist das Ab- und Ankuppeln zwingender Prüfungsbestandteil.

1

Kupplung

Kupplungssperre: Verschluss geschlossen und gesichert.
Sicherungsstift / Abreißseil: Abreißseil an der Betriebsbremse des Zugfahrzeugs angeschlossen — nicht an der Kupplung selbst.
Stützrad: hochgekurbelt und verriegelt — die Achse des Stützrads zeigt nach vorne.

2

Elektrische Verbindung & Beleuchtung

Steckverbindung: 7- oder 13-polig korrekt eingesteckt, Sicherungsbügel zu, Kontakte sauber.
Funktionsprüfung am Anhänger: Brems-, Blink-, Schluss-, Kennzeichen- und Umrissleuchten — bei entsprechender Länge / Breite zusätzlich Nebelschlussleuchte.
Rückstrahler: hinten dreieckig, seitlich gelb — vorhanden und sauber.

3

Reifen Anhänger

Luftdruck: gemäß Typschild am Anhänger.
Profiltiefe: mindestens 1,6 mm.
Beschädigungen: Risse, Beulen, Fremdkörper ausschließen.

4

Ladungssicherung

Zurrmittel: Gurte / Ketten fest, nicht ausgefranst, Ratschen korrekt eingelegt.
Formschluss: Ladung liegt bündig an festen Anschlägen (Stirnwand, Bordwand, Ecken) — sie kann sich schon mechanisch nicht verschieben.
Kraftschluss: Niederzurren mit Zurrgurten presst die Ladung auf die Ladefläche — die Reibung zwischen Ladung und Boden hält sie in Position.
Bordwand: geschlossen und verriegelt.
Zulässige Achslast / Gesamtgewicht / Stützlast: nicht überschritten.

5

Bremsanlage Anhänger

Auflaufeinrichtung (bei aufgelaufenen Anhängern): leichtgängig, nicht verrostet, Dämpfer trocken.
Feststellbremse Anhänger: anziehen und lösen, Funktion zeigen.
Abreißseil: korrekt durch die Öse am Zugfahrzeug geführt (nicht nur eingehängt).

6

Aufbau & Dach

Aufbau / Rahmen: keine sichtbaren Beschädigungen oder Risse, keine losen Teile, Verschlüsse zu.
Dach: frei von Ästen, Laub, Schnee und Eis — keine losen Gegenstände, die während der Fahrt abfallen könnten.
Plane / Netz: bei offenen Anhängern gespannt und sicher befestigt.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: wie bei Klasse B — bei 2 nicht korrekt durchgeführten Prüfpunkten gilt die Kontrolle als nicht bestanden; bei 1 Fehler kann der Prüfer einen weiteren Punkt aus demselben Themenbereich stellen. Fehler beim Ab-/Ankuppeln oder sicherheitsrelevante Fehler am Gespann führen regelmäßig direkt zum Nichtbestehen. Quelle: Anlage 7 FeV 2.1.3 + PrüfRiLi.
Sicherheitskontrolle Führerscheinklasse B
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Sicherheitskontrolle Führerscheinklasse B

Basis der Kontrolle — bei BE kommen die Gespann-spezifischen Punkte dazu.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse BE · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

1 Pflicht-Grundfahraufgabe · Anlage 7 Nr. 2.1.4.4 FeV

Die Klasse BE hat laut Anlage 7 FeV eine Pflicht-Grundfahraufgabe. Das Ab- und Ankuppeln ist zwar zwingender Prüfungsbestandteil, zählt aber formal zur fahrtechnischen Vorbereitung.

1

Pflicht · Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links

Das Gespann rückwärts um eine linksgerichtete Ecke manövrieren — präzises Gegenlenken, Spiegelblick, gleichmäßige Geschwindigkeit. Einzige Pflicht-Grundfahraufgabe der Klasse BE.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Nicht bestanden bei Abbruch, Kontakt mit Hütchen/Bordstein, ungenügender Spiegelkontrolle oder Einknicken des Gespanns. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4 FeV (Abschnitt BE). Rangieren mit Anhänger ist Übungssache — das Gegenlenken fühlt sich anfangs „invers" an.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse A · A1 · A2 · Direkteinstieg · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 70 Minuten
01

Sicherheitskontrolle

Der Prüfer wählt stichprobenartig 3 Prüfpunkte aus 5 Themenbereichen am Motorrad.

~5 Min
02

Grundfahraufgaben

Alle 6 Aufgaben: 4 Pflicht + 2 Wahl. Standortwechsel zum Übungsplatz inbegriffen.

~25 Min
03

Fahrt im Verkehr

Fahrt in Stadt, außerorts und — wenn möglich — auf Autobahn/Kraftfahrstraße. Der Prüfer folgt per Funk.

mind. 30 Min
04

Abschluss & Bewertung

Rückfahrt zum Prüfungsort, Abstellen des Motorrads, Nachbesprechung. Summe: 5 + 25 + 30 + 10 = 70 Min.

~10 Min

Beim Direkteinstieg ist die Theorieprüfung erforderlich (separate Prüfung, nicht Teil der 70 Min). Mindestalter: A1 ab 16 J., A2 ab 18 J., A direkt ab 24 J.

Klasse A · A1 · A2 · Aufstieg · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 60 Minuten (ohne Theorie)
01

Sicherheitskontrolle

Unverändert — 3 Prüfpunkte aus 5 Themenbereichen am Motorrad.

~5 Min
02

Grundfahraufgaben

Nur die 4 Pflichtaufgaben — Wahlaufgaben entfallen.

~15 Min
03

Fahrt im Verkehr

Fahrt in Stadt, außerorts und — wenn möglich — auf Autobahn/Kraftfahrstraße. Unverändert gegenüber Direkteinstieg.

mind. 30 Min
04

Abschluss & Bewertung

Rückfahrt, Nachbesprechung. Summe: 5 + 15 + 30 + 10 = 60 Min.

~10 Min

Aufstieg A1→A2 oder A2→A setzt mind. 2 J. Vorbesitz der jeweils niedrigeren Klasse voraus. <strong>Die Theorieprüfung entfällt beim Aufstieg, da 2 Jahre Vorbesitz vorausgesetzt werden.</strong> A1 selbst wird immer direkt geprüft (kein Aufstieg aus AM).

Klasse A · A1 · A2 · Sicherheitskontrolle

Sicherheitskontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

5 Themenbereiche · 3 Prüfpunkte stichprobenartig · motorradspezifisch

Fahraufgabenkatalog Motorrad (PrüfRiLi): der Prüfer wählt aus 5 Hauptthemen stichprobenartig 3 Prüfpunkte. Bei A entfallen pkw-typische Punkte wie Nebelschluss, Wischwasser und Feststellbremse.

1

Reifen

Beschädigungen: Risse, Beulen, Fremdkörper, Fremdeinlagerungen in den Rillen.
Profiltiefe: mindestens 1,6 mm — empfohlen werden 2–3 mm, da Motorräder früher kritisch werden.
Reifendruck: Sollwert aus Bordbuch oder Aufkleber am Kettenschutz benennen; prüfen bei kaltem Reifen.
Alter / DOT: DOT-Nummer an der Reifenflanke — älter als 6 Jahre ist auffällig, auch wenn das Profil noch passt.

2

Scheinwerfer, Leuchten, Blinker, Hupe

Abblend- und Fernlicht: beide Funktionen zeigen, Lichtkegel auf Wand kontrollieren.
Schluss- und Bremslicht: Bremslicht beim Ziehen des Handbremshebels und beim Treten des Fußbremshebels prüfen.
Kennzeichenbeleuchtung, Blinker, Warnblinker, Hupe: einzeln durchschalten; Kontrollleuchten im Cockpit benennen (Fernlicht blau, Blinker grün, Leerlauf grün, Motor-Warnung).
Rückstrahler: hinten rot, vorhanden und sauber — am Motorrad Pflicht und oft übersehen.

3

Lenkung

Lenkschloss entriegeln: Zündschlüssel einstecken, Lenker leicht nach links / rechts, dann entriegeln — korrekten Ablauf zeigen.
Lenkanschlag: Lenker beidseitig bis zum Anschlag drehen, muss frei und ohne Hakeln gehen.
Lenkkopflager: bei angehobenem Vorderrad darf kein spürbares Spiel zwischen Gabel und Rahmen sein.

4

Bremsanlage

Vorderradbremse (Handhebel rechts): Druckpunkt fest, Hebelweg nicht durchgehend.
Hinterradbremse (Fußhebel rechts): ebenfalls Druckpunkt fest, keine schwammige Rückmeldung.
Bremsflüssigkeit: am Behälter zwischen MIN und MAX, Norm meist DOT 4.
Bremsbeläge und Bremsscheibe: Belagstärke sichtbar, Scheibe ohne tiefe Riefen oder Blauverfärbung.
Eine Feststellbremse gibt es am Motorrad nicht — stattdessen in einem Gang abstellen.

5

Motor & Antrieb

Motoröl: am Schauglas oder Messstab — Fahrzeug senkrecht halten, Ölstand zwischen MIN und MAX.
Kühlmittel: bei wassergekühlten Modellen Ausgleichsbehälter zwischen MIN und MAX; niemals bei heißem Motor öffnen.
Not-Aus-Schalter (Kill-Switch): rotes Schaltelement am rechten Lenkerende — Motor starten, per Kill-Switch abstellen und wieder freigeben.
Kette / Riemen / Kardan: Spannung nach Bordbuch (typisch 25–35 mm Durchhang), Kette ausreichend gefettet, Riemen ohne Risse, Kardan ohne Ölaustritt.
Seitenständer-Schalter: bei eingelegtem Gang und ausgeklapptem Seitenständer muss der Motor abschalten.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: 2-Fehler-Regel wie bei B — bei 2 nicht korrekt durchgeführten Prüfpunkten gilt die Kontrolle als nicht bestanden; bei 1 Fehler kann der Prüfer einen weiteren Punkt aus demselben Themenbereich stellen. Motorrad-spezifische Punkte (Not-Aus, Antrieb, Öl am Schauglas) werden besonders gern kontrolliert. Quelle: Fahraufgabenkatalog Klasse A (PrüfRiLi).
Sicherheitskontrolle Klassen A, A1, A2 & AM
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Sicherheitskontrolle Klassen A, A1, A2 & AM

Alle motorradspezifischen Prüfpunkte Schritt für Schritt — gilt für A-Klassen und AM.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse A · A1 · A2 · Direkteinstieg · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

6 Aufgaben: 4 Pflicht + 2 Wahl · Anlage 7 Nr. 2.1.4.1 FeV

Im Direkteinstieg werden alle 6 Aufgaben geprüft — 4 Pflicht plus 2 Wahl. Die 4 Pflicht-GFA sind für A1, A2 und A identisch; nur das Motorrad unterscheidet sich.

1

Pflicht · Slalom mit Schrittgeschwindigkeit

6 Leitkegel · Abstand 3,5 m · ca. 5 km/h — ohne Fuß absetzen. Gleichgewicht und Kupplungs-/Gasdosierung sind entscheidend.

2

Pflicht · Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung

Aus mindestens 50 km/h mit höchstmöglicher Verzögerung zum Stillstand bringen — vorderes und hinteres Bremssystem koordiniert, ohne Sturz. Bei A1 aus 50 km/h, wenn das Fahrzeug dies zulässt.

3

Pflicht · Ausweichen ohne Abbremsen (ab 50 km/h)

Bei mindestens 50 km/h vor einem Hindernis ausweichen — ohne die Bremse zu benutzen.

4

Pflicht · Ausweichen nach Abbremsen (ab 50 km/h)

Bei mindestens 50 km/h kontrolliert bremsen und anschließend um das Hindernis ausweichen.

5

Wahl · Slalom oder Langer Slalom

Slalom: ca. 50 m, 5 Kegel à 7 m Abstand, ca. 30 km/h. Langer Slalom: ca. 80 m, 5 Kegel à 9 m + 2 Kegel à 7 m, Anfangsgeschwindigkeit ca. 30 km/h. Der Prüfer wählt eine der Varianten.

6

Wahl · Schrittgeschwindigkeit / Stop-and-go / Kreisfahrt

Eine weitere Aufgabe aus drei: Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus · Stop-and-go · Kreisfahrt (Radius und Mindestrundenzahl gem. Fahraufgabenkatalog).

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Fuß absetzen beim Schrittgeschwindigkeits-Slalom, Umfallen, Kegel berühren, deutliches Unter- oder Überschreiten der Sollgeschwindigkeit oder Abbruch → nicht bestanden. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.1 FeV + Fahraufgabenkatalog A (PrüfRiLi).
Grundfahraufgaben Klassen A, A1 und A2
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Grundfahraufgaben Klassen A, A1 und A2

Die 4 Pflichtaufgaben + Wahlaufgaben im Detail.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse A · A1 · A2 · Aufstieg · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

Nur 4 Pflichtaufgaben · verkürzt · Anlage 7 Nr. 2.1.4.1 FeV

Beim Aufstieg (A1→A2 oder A2→A nach mind. 2 J. Vorbesitz) entfallen die beiden Wahlaufgaben. Es werden nur die 4 Pflichtaufgaben geprüft. A1 selbst wird immer direkt geprüft (kein Aufstieg).

1

Pflicht · Slalom mit Schrittgeschwindigkeit

6 Leitkegel · Abstand 3,5 m · ca. 5 km/h — ohne Fuß absetzen.

2

Pflicht · Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung

Aus mindestens 50 km/h mit höchstmöglicher Verzögerung zum Stillstand bringen — vorderes und hinteres Bremssystem koordiniert, ohne Sturz.

3

Pflicht · Ausweichen ohne Abbremsen (ab 50 km/h)

Bei mindestens 50 km/h vor einem Hindernis ausweichen — ohne die Bremse zu benutzen.

4

Pflicht · Ausweichen nach Abbremsen (ab 50 km/h)

Bei mindestens 50 km/h kontrolliert bremsen und anschließend um das Hindernis ausweichen.

Tipp vom FahrlehrerVerkürzt heißt nicht einfacher: Auf dem größeren Motorrad werden Fehler bei Pflichtaufgaben schneller sichtbar — Technik muss exakt sitzen. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.1 FeV + PrüfRiLi.
Grundfahraufgaben Klassen A, A1 und A2
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Grundfahraufgaben Klassen A, A1 und A2

Die 4 Pflichtaufgaben beim Aufstieg — Rest entfällt.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse AM · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 55 Minuten
01

Sicherheitskontrolle

Stichprobenartig 3 Prüfpunkte aus den 5 motorradspezifischen Themenbereichen.

~5 Min
02

Grundfahraufgaben

4 Aufgaben gemäß Anlage 7 FeV: 2 Pflicht + 2 Wahl — reduziertes Spektrum gegenüber A/A1.

~10 Min
03

Fahrt im Verkehr

Fahrt in der Stadt und auf wenig befahrenen Straßen. Max. Bauartgeschwindigkeit 45 km/h.

mind. 30 Min
04

Abschluss & Bewertung

Rückfahrt zum Prüfungsort, Abstellen, Nachbesprechung. Summe: 5 + 10 + 30 + 10 = 55 Min.

~10 Min

Klasse AM ab 15 Jahren (bundeseinheitlich seit 2021). Für Mopeds/Roller bis 50 cm³ / 4 kW / 45 km/h. Gesamtdauer laut Anlage 7 FeV: 55 Min (davon mind. 30 Min Fahrt im Verkehr).

Klasse AM · Sicherheitskontrolle

Sicherheitskontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

Motorradspezifische Kontrolle · 3 Prüfpunkte stichprobenartig

Fahraufgabenkatalog AM: identische Themenstruktur wie Klasse A, aufs Moped zugeschnitten. Der Prüfer wählt stichprobenartig 3 Prüfpunkte aus den 5 Themenbereichen.

1

Reifen

Beschädigungen, Profiltiefe ≥ 1,6 mm, Reifendruck gemäß Typschild.

2

Beleuchtung

Abblendlicht, Schluss-/Bremsleuchten, Kennzeichen­beleuchtung, Blinker, Warnblinker (wenn vorhanden), Hupe — Funktion prüfen.

3

Lenkung

Lenkschloss entriegeln, Lenker muss frei beweglich sein.

4

Bremsanlage

Vorderrad- und Hinterradbremse auf Widerstand und Funktion prüfen.

5

Motor & Antrieb

Motoröl bei 4-Takt, Zweitakt-Ölreserve bei 2-Takt-Modellen. Kette / Riemen / Variomatik-Riemen — Zustand prüfen. Not-Aus nur, wenn am Fahrzeug vorhanden.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: 2-Fehler-Regel wie bei A/B — bei 2 nicht korrekt durchgeführten Prüfpunkten gilt die Kontrolle als nicht bestanden; bei 1 Fehler kann der Prüfer einen weiteren Punkt aus demselben Themenbereich stellen. Auch wenn AM die kleinste Klasse ist — die Kontrollen müssen sitzen. Quelle: Fahraufgabenkatalog PrüfRiLi (AM).
Sicherheitskontrolle Klassen A, A1, A2 & AM
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Sicherheitskontrolle Klassen A, A1, A2 & AM

Gilt auch für AM — identische Themenstruktur, aufs Moped zugeschnitten.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse AM · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

4 Grundfahraufgaben · 2 Pflicht + 2 Wahl · Anlage 7 Nr. 2.1.4.1.2 FeV

Klasse AM hat ein reduziertes Spektrum gegenüber A/A1: zwei Pflichtaufgaben plus zwei Wahlaufgaben, die der Prüfer auswählt.

1

Pflicht · Slalom mit Schrittgeschwindigkeit

6 Leitkegel · Abstand 3,5 m · ca. 5 km/h — Balance und Gasdosierung. Nicht zu verwechseln mit dem 30-km/h-Slalom — der ist eine Wahlaufgabe.

2

Pflicht · Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung

Aus der maximalen Fahrzeuggeschwindigkeit (bei AM bis 45 km/h) kontrolliert zum Stillstand bringen.

3

Wahl · Slalom (30 km/h) oder Ausweichen

Slalom: ca. 50 m, 5 Kegel à 7 m Abstand, ca. 30 km/h — nur wenn das Fahrzeug das zulässt. Alternativ Ausweichen ohne oder nach Abbremsen. Der Prüfer wählt.

4

Wahl · Schrittgeschwindigkeit / Stop-and-go / Kreisfahrt

Eine weitere Aufgabe aus drei: Fahren in Schrittgeschwindigkeit geradeaus · mehrmaliges Anhalten und Anfahren · Kreisfahrt mit stabiler Schräglage.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Fuß absetzen beim Pflicht-Slalom, Kegel berühren, Abbruch → Fehler. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.1.2 FeV + Fahraufgabenkatalog AM. Bei AM zählen saubere Technik und Verkehrsgefühl mehr als Tempo.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse C · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 85 Minuten
01

Abfahrtkontrolle

Kartensystem laut PrüfRiLi: 1 von 10 Aufgabenkarten mit 6 Aufgaben aus 6 Sachgebieten.

~15 Min
02

Grundfahraufgaben

2 Aufgaben gemäß Anlage 7 FeV: 1 Pflicht (Rückwärts an Rampe) + 1 Wahl aus drei Rückwärtsvarianten.

~15 Min
03

Fahrt im Verkehr

Stadt, Landstraße und Autobahn/Kraftfahrstraße — bei LKW längere Strecken.

mind. 50 Min
04

Abschluss

Rückfahrt zum Prüfungsort, Abstellen, Nachbesprechung. Summe: 15 + 15 + 50 + 5 = 85 Min.

~5 Min

Gesamtdauer laut Anlage 7 FeV: 85 Min (davon mind. 50 Min Fahrt im Verkehr). Die Abfahrtkontrolle i.S.d. Anlage 7 ist Pflichtbestandteil für C/C1/D/D1/T.

Klasse C · Abfahrtkontrolle

Abfahrtkontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

Kartensystem: 10 Aufgabenkarten · 6 Fragen pro Karte · 6 Sachgebiete

Du ziehst eine Aufgabenkarte, liest sie selbstständig und führst die 6 Kontrollen am Fahrzeug vor. Die Karte darfst du während der Prüfung in der Hand halten; die Reihenfolge der Aufgaben ist frei.

Aufgabenkarte · 1 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K1·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K1·F2 Kontrolle des Standes der Bremsflüssigkeit
Prüfschritte
  1. LKW hat KEINE Bremsflüssigkeit — gebremst wird mit Druckluft
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Auf die Druckluftanlage (Manometer im Armaturenbrett, Vorratsbehälter am Rahmen) verweisen
Soll-Zustand

Der Prüfling erklärt eigenständig, dass der LKW eine Druckluftbremse hat, und zeigt die entsprechenden Anzeigen.

Was dem Prüfer zeigen

Doppel-Manometer im Cockpit zeigen (beide Kreise), dann die Druckluftbehälter unter dem Fahrzeug benennen.

Häufige Fehler
  • Nach einem Bremsflüssigkeitsbehälter suchen
  • Die Frage ohne Erklärung als „nicht vorhanden" abhaken
  • Nicht zwischen Betriebsbremse und Feststellbremse unterscheiden

Fahrschule Hercht §2.1

K1·F3 Prüfen der Reifengröße anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) aufschlagen, Reifengröße und Last-/Geschwindigkeitsindex lesen
  2. Am Reifen die eingeprägte Kennzeichnung ablesen (z.B. 315/70 R 22,5 156/150 L)
  3. Werte abgleichen: Reifen darf nicht niedriger eingestuft sein als Fahrzeugschein fordert
  4. Vorderachse: Geschwindigkeitsindex des Reifens ≥ Fahrzeugschein-Wert
  5. Hinterachse: zusätzlich Tragfähigkeitsindex ≥ Fahrzeugschein-Wert
Soll-Zustand

Reifengröße, Last- und Geschwindigkeitsindex entsprechen mindestens den Vorgaben im Fahrzeugschein.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger die Angabe im Fahrzeugschein zeigen, dann mit Taschenlampe die gleichen Werte am Reifen zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur den Reifen ablesen, Fahrzeugschein ignorieren
  • Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitsindex verwechseln
  • Achsspezifische Unterschiede (Vorder-/Hinterachse) nicht erwähnen

Fahrschule Hercht §3.1

K1·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K1·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K1·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen

Fahrschule Hercht §6.1

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 2 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K2·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K2·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Motor abstellen bei aufgebautem Betriebsdruck
  2. Durch wiederholtes Bremsen den Druck in den Vorratsbehältern abbauen
  3. Warnanzeige / akustisches Signal muss unterhalb von ca. 6 bar auslösen — Display: „Vorratsdruck zu gering"
  4. Zusätzlich erscheint ein Ausrufezeichen; Anfahren ist in diesem Zustand nicht mehr möglich
Soll-Zustand

Warneinrichtung aktiviert sich rechtzeitig unterhalb 6 bar. Das Fahrzeug lässt sich nicht mehr anfahren.

Was dem Prüfer zeigen

Den Druckabbau am Manometer live vorführen, die Warnschwelle benennen, die Displaymeldung zeigen.

Häufige Fehler
  • Motor laufen lassen (Kompressor baut Druck nach → Warnung löst nie aus)
  • Schwelle nicht benennen
  • Nur den optischen Warner erwähnen, nicht den akustischen

Fahrschule Hercht §2.2

K2·F3 Prüfen der Tragfähigkeit und der Höchstgeschwindigkeit der Reifen anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I, Felder O.1 / O.2 (zulässige Achslasten) heranziehen
  2. Reifen: Tragfähigkeitsindex pro Reifen ablesen (Beispiel: „156" = 4000 kg je Reifen)
  3. Achslast / Anzahl Reifen pro Achse ≤ Tragfähigkeit je Reifen
  4. Geschwindigkeitsindex am Reifen (Buchstabe) mindestens so hoch wie Zulassungshöchstgeschwindigkeit
Soll-Zustand

Tragfähigkeitsreserve pro Reifen vorhanden; Geschwindigkeitsindex deckt bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit.

Was dem Prüfer zeigen

Die Last-/Geschwindigkeitskennzeichnung am Reifen mit Taschenlampe, die vgl. Werte im Fahrzeugschein zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur Tragfähigkeit, nicht Geschwindigkeit prüfen
  • Wert pro Achse statt pro Reifen rechnen
  • Abgefahrene oder nachträglich ersetzte Reifen nicht gegen Fahrzeugschein abgleichen

Fahrschule Hercht §3.2

K2·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K2·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K2·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)

Fahrschule Hercht §6.2

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Aufgabenkarte · 3 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K3·F1 Bedeutung der Kontrolllampen des EG-Kontrollgeräts; Ausfall des Geräts
Prüfschritte
  1. Beim Einschalten die Kontrollleuchte am EG-Kontrollgerät beobachten
  2. Warnsymbol „TCO" bzw. „!" benennen — bedeutet Störung oder Ausfall
  3. Bei Ausfall: Fahrt trotzdem antreten, nach Dienstschluss schriftlich mit Zeit und Grund dokumentieren
  4. Werkstatt innerhalb 7 Tagen kontaktieren; Reparatur spätestens bei Rückkehr am Betriebssitz
Soll-Zustand

Keine Dauerwarnung am Gerät. Bei Ausfall kennt der Fahrer die Dokumentations- und Meldepflicht.

Was dem Prüfer zeigen

Display-Anzeige beschreiben, welche Symbole/Leuchten eine Störung signalisieren. Erläutern: manuelle Aufzeichnung + Meldepflicht.

Häufige Fehler
  • Meldepflicht nicht kennen („fahre einfach weiter")
  • Manuellen Nachweis bei Ausfall nicht erwähnen
  • TCO-Warnung mit anderem Symbol verwechseln

Fahrschule Hercht §1.3

K3·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §2.5

K3·F3 Sichtprüfung des Sitzes der Radmuttern
Prüfschritte
  1. Jede Radmutter einzeln visuell kontrollieren
  2. Rotbraune Rostfahne unter der Mutter = Zeichen einer losen Mutter (Luftspalt)
  3. Radmuttern auf Vollzähligkeit prüfen — keine darf fehlen
  4. Anzugsdrehmoment nach Herstellerangabe (Bedienungsanleitung)
Soll-Zustand

Alle Muttern vorhanden, fest angezogen, keine Rostfahne, keine Korrosionsspuren.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger an jeder Mutter vorbeifahren und dabei verbal bestätigen „fest, keine Rostfahne".

Häufige Fehler
  • Muttern nur zählen, nicht auf Rostfahne prüfen
  • Sollwerte des Drehmoments nicht kennen
  • Nur die gut sichtbaren Muttern kontrollieren

Fahrschule Hercht §3.4

K3·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K3·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K3·F6 Verbandkasten
Prüfschritte
  1. Verbandkasten nach DIN 13164 aufsuchen (Kabine oder Stauraum)
  2. Haltbarkeitsdatum am Inhalt prüfen — insbesondere sterile Artikel
  3. Vollständigkeit anhand der Inhaltsliste
  4. DIN-Nummer auf dem Kasten-Label kontrollieren
  5. Fehlende / abgelaufene Artikel sofort ersetzen
Soll-Zustand

Kasten mit gültigem DIN 13164, Haltbarkeit nicht überschritten, vollständig.

Was dem Prüfer zeigen

Kasten öffnen, Haltbarkeitsdatum am Label zeigen, einige Artikel anheben um „vollständig" zu demonstrieren.

Häufige Fehler
  • Haltbarkeitsdatum nicht kontrollieren
  • DIN-Nummer nicht benennen
  • Kasten schwer erreichbar verstaut

Fahrschule Hercht §6.3

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 4 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K4·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K4·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen

Fahrschule Hercht §2.4

K4·F3 Prüfen des Reifenzustandes (Profil, Beschädigung, Fremdkörper) und des Reifendruckes
Prüfschritte
  1. Profiltiefe mit Profiltiefenmesser oder anhand der TWI-Indikatoren prüfen — Mindestprofil 1,6 mm (LKW-Empfehlung 3 mm)
  2. Flanken auf Risse, Porosität, Beulen, ungleichmäßige Abnutzung untersuchen
  3. Zwischen Zwillingsreifen nach Fremdkörpern (Steine, Äste, Nägel) tasten
  4. Reifendruck anhand des Aufklebers oder der Betriebsanleitung prüfen, ggf. Füllgerät einsetzen
  5. Auswölbungen der Flanke = zu wenig Luft
Soll-Zustand

Profiltiefe ≥ 1,6 mm, keine sichtbaren Schäden, Druck im Sollbereich, Zwillinge frei von Fremdkörpern.

Was dem Prüfer zeigen

Profiltiefenmesser ansetzen und Messwert verbal ausrufen; Flanken Stück für Stück zeigen; in Zwillingsreifen hineinfassen.

Häufige Fehler
  • Nur einen Reifen statt alle prüfen
  • Zwillingsreifen nicht einzeln begutachten
  • Sollwert des Reifendrucks nicht benennen können
  • Beschädigungen an der Innenflanke übersehen

Fahrschule Hercht §3.3

K4·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K4·F5 Dichtheit der Kraftstoffanlage, Kraftstoffleitung, Kraftstoffvorrat prüfen
Prüfschritte
  1. Tankanzeige im Cockpit ablesen oder Tankstab seitlich einführen
  2. Kraftstofffüllstand verbal benennen
  3. Tankverschluss auf festen Sitz und Dichtheit prüfen
  4. Kraftstoffleitungen bis zum Motor visuell auf Leckage untersuchen
  5. AdBlue-Vorrat (bei SCR-Fahrzeugen) zusätzlich prüfen
Soll-Zustand

Kraftstoff ausreichend, Tankverschluss dicht, keine Leckage an Leitungen oder Kupplungen.

Was dem Prüfer zeigen

Tankanzeige zeigen; Tankdeckel anfassen; mit Taschenlampe Leitungen verfolgen.

Häufige Fehler
  • Nur Tankanzeige prüfen, Leitungen ignorieren
  • AdBlue vergessen
  • Tankdeckel nicht auf festen Sitz prüfen

Fahrschule Hercht §5.3

K4·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 5 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K5·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K5·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft herstellen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Luftpresser füllt die Druckluftanlage
  2. Beide Zeiger der Doppel-Manometer beobachten, bis der Abschaltdruck erreicht ist
  3. Abschaltdruck ca. 11 bar — hörbar durch deutliches Abblasen/Zischen
  4. Erst jetzt ist die Fahrbereitschaft hergestellt
Soll-Zustand

Beide Kreise zeigen konstant ca. 11 bar, akustisches Abblasen bestätigt Fahrbereitschaft.

Was dem Prüfer zeigen

Manometer zeigen und den Abschaltdruck verbal ankündigen, bevor er erreicht wird.

Häufige Fehler
  • Losfahren, bevor beide Kreise fahrbereit sind
  • Den Abschaltdruck nicht kennen (11 bar)
  • Nur einen der beiden Bremskreise beobachten

Fahrschule Hercht §2.3

K5·F3 Prüfen der Felgen auf Beschädigung
Prüfschritte
  1. Felge zwischen den Radmuttern auf Risse untersuchen
  2. Felgenbett auf Verformung, Kerben, Schläge prüfen
  3. Besonderes Augenmerk um die Radmutternsitze (höchste Belastung)
  4. Bei Alufelgen zusätzlich auf Korrosion achten
Soll-Zustand

Felge ohne Risse, Felgenbett formstabil, keine Verformungen im Bereich der Radmuttern.

Was dem Prüfer zeigen

Felge rundum zeigen, mit der Hand über Radmutternsitze fahren und jeweils „ok" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur Außenseite der Felge prüfen
  • Felgenbett vergessen
  • Risse um die Radmutternsitze übersehen

Fahrschule Hercht §3.5

K5·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K5·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K5·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen

Fahrschule Hercht §6.6

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 6 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K6·F1 Ausfüllen des Schaublattes des EG-Kontrollgeräts bzw. Abmelden am EG-Kontrollgerät am Ende einer Fahrt
Prüfschritte
  1. Fahrertaste 1 längere Zeit gedrückt halten
  2. Im Menü „Unternehmen abmelden" mit „JA" bestätigen
  3. Fahrerkarte entnehmen
  4. Tätigkeitsschalter auf „Ruhezeit" stellen
Soll-Zustand

Karte erfolgreich ausgeworfen, Display zeigt Ruhezeit.

Was dem Prüfer zeigen

Den Ablauf am Gerät demonstrieren und benennen, warum die Karte am Schichtende entnommen wird.

Häufige Fehler
  • Karte ohne Abmeldung ziehen (Datenverlust möglich)
  • Tätigkeit nach Abmeldung nicht auf „Ruhezeit" stellen
  • Die Kurzauswurftaste statt der Menüführung nutzen

Fahrschule Hercht §1.6

K6·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft feststellen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Luftpresser füllt die Druckluftanlage
  2. Beide Zeiger der Doppel-Manometer beobachten, bis der Abschaltdruck erreicht ist
  3. Abschaltdruck ca. 11 bar — hörbar durch deutliches Abblasen/Zischen
  4. Erst jetzt ist die Fahrbereitschaft hergestellt
Soll-Zustand

Beide Kreise zeigen konstant ca. 11 bar, akustisches Abblasen bestätigt Fahrbereitschaft.

Was dem Prüfer zeigen

Manometer zeigen und den Abschaltdruck verbal ankündigen, bevor er erreicht wird.

Häufige Fehler
  • Losfahren, bevor beide Kreise fahrbereit sind
  • Den Abschaltdruck nicht kennen (11 bar)
  • Nur einen der beiden Bremskreise beobachten

Fahrschule Hercht §2.3

K6·F3 Prüfung der Reserveradsicherung
Prüfschritte
  1. Am modernen Prüfungs-LKW meist kein Reserverad vorhanden — Umstand aktiv erklären
  2. Falls vorhanden: Sicherungsseil/-halterung prüfen, Reifendruck am Reserverad kontrollieren
  3. Pannenset (Tirefit) oder Abschleppdienst-Vertrag als Ersatz benennen
Soll-Zustand

Entweder Reserverad gesichert und einsatzbereit — oder Alternative (Pannenset, Service-Vertrag) kann benannt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Leeren Reserveradhalter zeigen und erklären, warum moderne LKW häufig keines mehr mitführen.

Häufige Fehler
  • Reserverad erwarten, wo keines ist
  • Sicherung nur oberflächlich prüfen
  • Kein Alternativkonzept bei „nicht vorhanden" benennen

Fahrschule Hercht §3.6

K6·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K6·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K6·F6 Sichtprüfung der Anhängekupplung
Prüfschritte
  1. Fangmaul auf Risse, Kerben, Deformationen prüfen
  2. Traverse (Kupplungsträger) auf Risse kontrollieren, auf Rostfahnen an Schrauben achten
  3. Sicherungsstift prüfen — muss fest eingerastet sein
  4. Kupplungsbolzen: Neu 38 mm Durchmesser; Verschleißgrenze 36,5 mm (1,5 mm Abrieb zulässig)
  5. Kupplungs-Selbsttest: Auflauf-Funktion verbal erklären
Soll-Zustand

Fangmaul unbeschädigt, Traverse rissfrei, Sicherungsstift eingerastet, Bolzendurchmesser ≥ 36,5 mm.

Was dem Prüfer zeigen

Fangmaul mit Taschenlampe ausleuchten, Sicherungsstift zeigen, Bolzenmaß anhand Messschieber erklären.

Häufige Fehler
  • Sicherungsstift nicht zeigen / nicht einrasten lassen
  • Verschleißmaß 36,5 mm nicht kennen
  • Traverse-Rostfahnen übersehen

Fahrschule Hercht §6.5

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Aufgabenkarte · 7 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K7·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K7·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Motor abstellen bei aufgebautem Betriebsdruck
  2. Durch wiederholtes Bremsen den Druck in den Vorratsbehältern abbauen
  3. Warnanzeige / akustisches Signal muss unterhalb von ca. 6 bar auslösen — Display: „Vorratsdruck zu gering"
  4. Zusätzlich erscheint ein Ausrufezeichen; Anfahren ist in diesem Zustand nicht mehr möglich
Soll-Zustand

Warneinrichtung aktiviert sich rechtzeitig unterhalb 6 bar. Das Fahrzeug lässt sich nicht mehr anfahren.

Was dem Prüfer zeigen

Den Druckabbau am Manometer live vorführen, die Warnschwelle benennen, die Displaymeldung zeigen.

Häufige Fehler
  • Motor laufen lassen (Kompressor baut Druck nach → Warnung löst nie aus)
  • Schwelle nicht benennen
  • Nur den optischen Warner erwähnen, nicht den akustischen

Fahrschule Hercht §2.2

K7·F3 Funktion der Lenkhilfe prüfen
Prüfschritte
  1. Motor abschalten, Zündung aus
  2. Lenkrad mit mäßigem Kraftaufwand nach links / rechts ziehen — Lenkung sollte schwergängig sein
  3. Motor starten
  4. Lenkung wird schlagartig leichtgängig — die Servopumpe arbeitet
Soll-Zustand

Deutlicher Unterschied zwischen „Motor aus" (schwer) und „Motor an" (leicht) — Servolenkung funktioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Lenkrad bei stehendem Motor ziehen, dann Motor starten und erneut ziehen — den Unterschied kommentieren.

Häufige Fehler
  • Nur bei laufendem Motor testen (Vergleich fehlt)
  • Lenkung bei stehendem Fahrzeug bewegen, das auf Lenkrollen steht (verfälscht)
  • Unterschied nicht verbal beschreiben

Fahrschule Hercht §3.8

K7·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K7·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K7·F6 Bordwände, Verschlüsse, Gepäckklappen, Ladeeinrichtung, Ladungssicherung (Zustandskontrolle)
Prüfschritte
  1. Bordwände: Container an den Twist-Lock-Zapfen („Pilz") gesichert, Stützen/Scharniere verriegelt
  2. Verschlüsse / Gepäckklappen: alle geschlossen und gesichert
  3. Ladeeinrichtung (z.B. Hubbühne): im Prüfungsfall oft nicht vorhanden
  4. Ladungssicherung: je nach Prüfungsfahrzeug — formschlüssig (Stirnwand, Rungen) oder kraftschlüssig (Gurte, Netze, Spannketten)
  5. Bei Planenfahrzeug: Plane ohne Risse, Seile gespannt, Ösen intakt
Soll-Zustand

Gesamter Aufbau verschlossen und gesichert, Ladung (falls vorhanden) korrekt nach § 22 StVO gesichert.

Was dem Prüfer zeigen

Einmal rundum am Aufbau entlanggehen und jede Schließung (Pilz, Haken, Gurt) kurz anfassen.

Häufige Fehler
  • Nur Bordwände prüfen, Verschlüsse vergessen
  • Sicherungsmittel nicht erklären können
  • Plane mit Wasser/Eis übersehen

Fahrschule Hercht §6.4

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Aufgabenkarte · 8 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K8·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K8·F2 Wirkung des Lufttrockners bzw. Vorrat des Frostschutzmittels prüfen
Prüfschritte
  1. Moderne LKW haben keinen Frostschutzbehälter — stattdessen Lufttrockner
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Ablassventil unter den Vorratsbehältern kurz betätigen
  4. Es darf nur Luft — kein Wasser — austreten
Soll-Zustand

Kein Wasseraustritt beim Entwässern → Lufttrockner arbeitet einwandfrei.

Was dem Prüfer zeigen

Den Lufttrockner am Fahrzeug benennen, das Ablassventil zeigen und kurz ablassen, Resultat kommentieren.

Häufige Fehler
  • Nach einem Frostschutzbehälter suchen, der nicht existiert
  • Ablassventil verwechseln oder nicht finden
  • Wasser ablassen und trotzdem „alles OK" sagen

Fahrschule Hercht §2.6

K8·F3 Lenkungsspiel prüfen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Servolenkung in Betrieb
  2. Lenkrad hin und her bewegen, bis die Räder folgen
  3. Spiel zwischen Lenkrad-Beginn der Bewegung und Rad-Reaktion messen
  4. Akzeptables Spiel: maximal zwei Finger breit (ca. 30 mm)
Soll-Zustand

Lenkspiel bei laufendem Motor unter 30 mm (zwei Finger) — präzise Lenkung.

Was dem Prüfer zeigen

Zwei Finger seitlich am Lenkrad anhalten, Lenkrad in beide Richtungen bewegen und Grenzwert benennen.

Häufige Fehler
  • Bei stehendem Motor messen (verfälscht)
  • Fingerbreite als „irgendwie drei Finger" angeben
  • Nur eine Richtung testen

Fahrschule Hercht §3.9

K8·F4 Batterie (Anschlüsse, Befestigung) prüfen
Prüfschritte
  1. Batteriekasten (meist seitlich am Rahmen) öffnen
  2. Befestigung der Batterie auf festen Sitz prüfen
  3. Pole auf festen Sitz und Korrosionsfreiheit kontrollieren
  4. Pole sollten mit Polfett geschützt sein
  5. Sicht auf Flüssigkeitsverlust / Beschädigung am Gehäuse
Soll-Zustand

Batterie fest fixiert, Pole korrosionsfrei und gefettet, Gehäuse unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Batteriekasten öffnen, einzeln Befestigung, Pole und Gehäuse zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur auf Korrosion prüfen, Befestigung vergessen
  • Polfett nicht erwähnen
  • Batteriekasten nicht finden

Fahrschule Hercht §4.4

K8·F5 Flüssigkeitsvorrat in Scheiben- und Scheinwerferwaschanlage kontrollieren
Prüfschritte
  1. Beifahrertür öffnen — Wasservorratsbehälter häufig hinter der Klappe
  2. Pegel am Behälter visuell prüfen
  3. Scheinwerferwaschanlage entfällt an den meisten Prüfungs-LKW
  4. Bei niedrigem Stand erscheint ein Symbol im Display
Soll-Zustand

Behälter mindestens halb voll, im Winter mit Frostschutzkonzentrat, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter und Pegel zeigen, Einfüllöffnung beschreiben, Display-Warnsymbol erwähnen.

Häufige Fehler
  • Scheinwerferwaschanlage fordern, die nicht vorhanden ist
  • Frostschutzkonzentrat im Winter vergessen
  • Behälter verwechseln (Kühlflüssigkeit / Scheibenwasser)

Fahrschule Hercht §5.5

K8·F6 Plane / Spriegel (Zustand und Befestigung kontrollieren, prüfen ob Plane frei von Wasser, Schnee und Eis)
Prüfschritte
  1. 10 m nach hinten gehen für einen guten Blick auf das Dach
  2. Plane bzw. Container auf Wasseransammlungen prüfen — schweres Wasser belastet den Aufbau
  3. Im Winter: Schnee und Eis auf dem Dach / der Plane vollständig entfernen
  4. Spriegel (Plan-Gestänge) auf Beschädigung und festen Sitz prüfen
Soll-Zustand

Plane / Container frei von Wasser, Eis, Schnee; Spriegel unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Aus der Distanz mit ausgestrecktem Arm das Dach beschreiben und jede Auffälligkeit benennen.

Häufige Fehler
  • Schnee/Eis im Winter übersehen
  • Spriegel nicht kontrollieren
  • Nur direkt am Fahrzeug stehen und Dach nicht überblicken können

Fahrschule Hercht §6.7

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Aufgabenkarte · 9 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K9·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K9·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §2.5

K9·F3 Ölstand der Servolenkung prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrerhaus bei Bedarf kippen oder Servobehälter unter der Kabine ausfindig machen
  2. Ölstand am Behälter visuell prüfen (MIN / MAX)
  3. Moderne Fahrzeuge zeigen Unterschreitung zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Ölfarbe bewerten — nicht schwarz, nicht schaumig
Soll-Zustand

Ölstand zwischen MIN und MAX, keine Display-Warnung, saubere helle Ölfarbe.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und Pegel deuten; Display-Anzeige erwähnen; bei Bedarf Kabine kippen erklären (ohne Aufforderung zu kippen).

Häufige Fehler
  • Behälter verwechseln (Kupplung / Motoröl)
  • Ölfarbe nicht bewerten
  • Bei niedrigem Stand kein Nachfüll-Öl-Typ benennen

Fahrschule Hercht §3.10

K9·F4 Schluss-, Umrissleuchten hinten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Standlicht einschalten
  2. Umrissleuchten (äußere Lampen am Lampenkasten) prüfen
  3. Schlussleuchten (innere Lampen) prüfen
  4. Sauberkeit, Unversehrtheit und symmetrisches Leuchtbild kontrollieren
Soll-Zustand

Umriss- und Schlussleuchten hinten funktionsfähig, sauber, unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten und auf Umrissleuchte (außen) vs. Schlussleuchte (innen) deuten.

Häufige Fehler
  • Umriss- und Schlussleuchte verwechseln
  • Nur eine Seite prüfen
  • Verschmutzung übersehen

Fahrschule Hercht §4.6

K9·F5 Überprüfung der Scheibenwaschanlage und der Einstellung der Spritzdüsen
Prüfschritte
  1. Scheibenwaschanlage kurz betätigen
  2. Spritzbild beider Düsen beobachten — gleichmäßige Strahl-Verteilung
  3. Scheibenwischer nach dem Spritzen prüfen: beide Bereiche werden gewischt
  4. Bei Fehlspritzung: mit Nadel die Düse neu justieren
Soll-Zustand

Beide Düsen spritzen symmetrisch in die Wischfläche, Scheiben werden komplett gereinigt.

Was dem Prüfer zeigen

Waschanlage betätigen; Spritzbild von außen zeigen; Nadel-Justierung verbal erklären.

Häufige Fehler
  • Spritzbild ignorieren
  • Wischerblätter nicht mit berücksichtigen
  • Nur eine Düse prüfen

Fahrschule Hercht §5.6

K9·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen

Fahrschule Hercht §6.6

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Aufgabenkarte · 10 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K10·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K10·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen

Fahrschule Hercht §2.4

K10·F3 Sichtprüfung der Federung
Prüfschritte
  1. Druckluftanlage auf Betriebsdruck bringen (Motor laufen lassen bis Abschaltdruck)
  2. Alle Federbälge visuell kontrollieren — müssen gleichmäßig gefüllt sein
  3. Bei beschädigtem Balg steht das Fahrzeug auf der betroffenen Seite schief
  4. Zusätzlich Stoßdämpfer auf Ölverlust prüfen
Soll-Zustand

Fahrzeug steht gerade, alle Federbälge gleichmäßig befüllt, keine Öl-Leckage an Stoßdämpfern.

Was dem Prüfer zeigen

Federbalg an einer Achse zeigen und anfassen; Niveau des Fahrzeugs gegenüber Boden seitlich zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur optisch schauen, nicht betasten
  • Luftbälge mit Gummi-Federn verwechseln
  • Stoßdämpfer vergessen

Fahrschule Hercht §3.7

K10·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K10·F5 Überprüfung der Zustandsanzeige für die Luftfilteranlage
Prüfschritte
  1. Zustandsanzeige der Luftfilteranlage häufig am Ansaugstutzen am Motor montiert (Ring mit Schauglas)
  2. Grüner Bereich = Filter OK; roter Bereich = Filter verschmutzt, Wechsel fällig
  3. Moderne LKW zeigen den Zustand zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Bei Anzeige „rot" den Filter wechseln (nicht reinigen)
Soll-Zustand

Anzeigeschauglas im grünen Bereich, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Schauglas lokalisieren und Farbring erklären; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Zustandsanzeige verwechseln mit einer anderen Kontrolllampe
  • Luftfilter reinigen statt tauschen
  • Nur das Display beurteilen, Schauglas vergessen

Fahrschule Hercht §5.7

K10·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)

Fahrschule Hercht §6.2

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Tipp vom FahrlehrerBewertung: Nicht bestanden, wenn (a) <strong>2 Aufgaben der gezogenen Karte</strong> nicht korrekt durchgeführt werden ODER (b) bei 1 Fehler eine zweite Aufgabe aus demselben Sachgebiet einer anderen Karte ebenfalls nicht korrekt. Übe alle 10 Karten — die Sachgebiete wiederholen sich, aber die konkreten Aufgaben variieren.
Abfahrtkontrolle Klasse C
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Abfahrtkontrolle Klasse C

Alle 6 Sachgebiete am LKW — ideal zum Mitmachen.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse C · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

2 Grundfahraufgaben · 1 Pflicht + 1 Wahl · Anlage 7 Nr. 2.1.4.3 FeV

Anlage 7 FeV sieht für Klasse C genau zwei Grundfahraufgaben vor: eine Pflichtaufgabe (Rampe) + eine Wahlaufgabe aus drei Varianten. Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung ist bei C keine Grundfahraufgabe.

1

Pflicht · Rückwärtsfahren und Versetzen nach rechts an eine Rampe

Den LKW rückwärts unter Versetzen nach rechts an eine Be-/Entladerampe manövrieren — präzise Spiegel-Arbeit, Lenkkorrekturen gezielt absetzen.

2

Wahl · Rückwärts nach rechts (Einmündung/Kreuzung/Einfahrt)

Unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt rückwärts nach rechts fahren.

3

Wahl · Rückwärts in Parklücke (Längsaufstellung)

Rückwärts in eine Längsparklücke einparken.

4

Wahl · Rückwärts in Parklücke (Quer- oder Schrägaufstellung)

Rückwärts in eine senkrechte oder schräge Parklücke einparken. Der Prüfer wählt eine der drei Wahlaufgaben.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Bordsteinkontakt, mehrmaliges Korrigieren über das zulässige Maß, fehlerhaftes Anfahren an die Rampe → nicht bestanden. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.3 FeV.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse CE · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 85 Minuten
01

Abfahrtkontrolle

Kartensystem wie Klasse C, erweitert um anhänger-/aufliegerspezifische Prüfpunkte (Kupplung, Anhängerbremse, elektrische Verbindung).

~15 Min
02

Ab- und Ankuppeln

Teil der fahrtechnischen Vorbereitung (nicht der Grundfahraufgaben): korrektes An- und Abkuppeln des Hängers bzw. Sattelaufliegers.

~10 Min
03

Grundfahraufgaben

2 Pflichtaufgaben gemäß Anlage 7 FeV — unterschiedlich für Gliederzug und Sattelzug.

~10 Min
04

Fahrt im Verkehr

Fahrt im Gespann auf Stadt, Landstraße und Autobahn/Kraftfahrstraße.

mind. 50 Min

Voraussetzung: Klasse C. Gesamtdauer laut Anlage 7 FeV: 85 Min (davon mind. 50 Min Fahrt im Verkehr). Summe der Phasen: 15 + 10 + 10 + 50 = 85 Min.

Klasse CE · Abfahrtkontrolle

Abfahrtkontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

Kartensystem wie C · zusätzlich anhänger-/aufliegerspezifische Prüfpunkte

Die Abfahrtkontrolle bei CE umfasst das Kartensystem der Klasse C (10 Karten, 6 Aufgaben, 6 Sachgebiete) plus spezifische Komponenten am Anhänger/Auflieger: Kupplung (Bolzen/Sattelkupplung, Sicherungsstift), elektrische Steckverbindung, Anhängerbremsanlage, Reifen, Ladungssicherung, Unterlegkeile.

Aufgabenkarte · 1 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K1·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K1·F2 Kontrolle des Standes der Bremsflüssigkeit
Prüfschritte
  1. LKW hat KEINE Bremsflüssigkeit — gebremst wird mit Druckluft
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Auf die Druckluftanlage (Manometer im Armaturenbrett, Vorratsbehälter am Rahmen) verweisen
  4. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Der Prüfling erklärt eigenständig, dass der LKW eine Druckluftbremse hat, und zeigt die entsprechenden Anzeigen.

Was dem Prüfer zeigen

Doppel-Manometer im Cockpit zeigen (beide Kreise), dann die Druckluftbehälter unter dem Fahrzeug benennen.

Häufige Fehler
  • Nach einem Bremsflüssigkeitsbehälter suchen
  • Die Frage ohne Erklärung als „nicht vorhanden" abhaken
  • Nicht zwischen Betriebsbremse und Feststellbremse unterscheiden
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.1

K1·F3 Prüfen der Reifengröße anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) aufschlagen, Reifengröße und Last-/Geschwindigkeitsindex lesen
  2. Am Reifen die eingeprägte Kennzeichnung ablesen (z.B. 315/70 R 22,5 156/150 L)
  3. Werte abgleichen: Reifen darf nicht niedriger eingestuft sein als Fahrzeugschein fordert
  4. Vorderachse: Geschwindigkeitsindex des Reifens ≥ Fahrzeugschein-Wert
  5. Hinterachse: zusätzlich Tragfähigkeitsindex ≥ Fahrzeugschein-Wert
  6. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Reifengröße, Last- und Geschwindigkeitsindex entsprechen mindestens den Vorgaben im Fahrzeugschein.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger die Angabe im Fahrzeugschein zeigen, dann mit Taschenlampe die gleichen Werte am Reifen zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur den Reifen ablesen, Fahrzeugschein ignorieren
  • Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitsindex verwechseln
  • Achsspezifische Unterschiede (Vorder-/Hinterachse) nicht erwähnen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.1

K1·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K1·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K1·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 2 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K2·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K2·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Motor abstellen bei aufgebautem Betriebsdruck
  2. Durch wiederholtes Bremsen den Druck in den Vorratsbehältern abbauen
  3. Warnanzeige / akustisches Signal muss unterhalb von ca. 6 bar auslösen — Display: „Vorratsdruck zu gering"
  4. Zusätzlich erscheint ein Ausrufezeichen; Anfahren ist in diesem Zustand nicht mehr möglich
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Warneinrichtung aktiviert sich rechtzeitig unterhalb 6 bar. Das Fahrzeug lässt sich nicht mehr anfahren.

Was dem Prüfer zeigen

Den Druckabbau am Manometer live vorführen, die Warnschwelle benennen, die Displaymeldung zeigen.

Häufige Fehler
  • Motor laufen lassen (Kompressor baut Druck nach → Warnung löst nie aus)
  • Schwelle nicht benennen
  • Nur den optischen Warner erwähnen, nicht den akustischen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.2

K2·F3 Prüfen der Tragfähigkeit und der Höchstgeschwindigkeit der Reifen anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I, Felder O.1 / O.2 (zulässige Achslasten) heranziehen
  2. Reifen: Tragfähigkeitsindex pro Reifen ablesen (Beispiel: „156" = 4000 kg je Reifen)
  3. Achslast / Anzahl Reifen pro Achse ≤ Tragfähigkeit je Reifen
  4. Geschwindigkeitsindex am Reifen (Buchstabe) mindestens so hoch wie Zulassungshöchstgeschwindigkeit
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Tragfähigkeitsreserve pro Reifen vorhanden; Geschwindigkeitsindex deckt bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit.

Was dem Prüfer zeigen

Die Last-/Geschwindigkeitskennzeichnung am Reifen mit Taschenlampe, die vgl. Werte im Fahrzeugschein zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur Tragfähigkeit, nicht Geschwindigkeit prüfen
  • Wert pro Achse statt pro Reifen rechnen
  • Abgefahrene oder nachträglich ersetzte Reifen nicht gegen Fahrzeugschein abgleichen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.2

K2·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K2·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K2·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.2

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Aufgabenkarte · 3 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K3·F1 Bedeutung der Kontrolllampen des EG-Kontrollgeräts; Ausfall des Geräts
Prüfschritte
  1. Beim Einschalten die Kontrollleuchte am EG-Kontrollgerät beobachten
  2. Warnsymbol „TCO" bzw. „!" benennen — bedeutet Störung oder Ausfall
  3. Bei Ausfall: Fahrt trotzdem antreten, nach Dienstschluss schriftlich mit Zeit und Grund dokumentieren
  4. Werkstatt innerhalb 7 Tagen kontaktieren; Reparatur spätestens bei Rückkehr am Betriebssitz
Soll-Zustand

Keine Dauerwarnung am Gerät. Bei Ausfall kennt der Fahrer die Dokumentations- und Meldepflicht.

Was dem Prüfer zeigen

Display-Anzeige beschreiben, welche Symbole/Leuchten eine Störung signalisieren. Erläutern: manuelle Aufzeichnung + Meldepflicht.

Häufige Fehler
  • Meldepflicht nicht kennen („fahre einfach weiter")
  • Manuellen Nachweis bei Ausfall nicht erwähnen
  • TCO-Warnung mit anderem Symbol verwechseln

Fahrschule Hercht §1.3

K3·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.5

K3·F3 Sichtprüfung des Sitzes der Radmuttern
Prüfschritte
  1. Jede Radmutter einzeln visuell kontrollieren
  2. Rotbraune Rostfahne unter der Mutter = Zeichen einer losen Mutter (Luftspalt)
  3. Radmuttern auf Vollzähligkeit prüfen — keine darf fehlen
  4. Anzugsdrehmoment nach Herstellerangabe (Bedienungsanleitung)
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Alle Muttern vorhanden, fest angezogen, keine Rostfahne, keine Korrosionsspuren.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger an jeder Mutter vorbeifahren und dabei verbal bestätigen „fest, keine Rostfahne".

Häufige Fehler
  • Muttern nur zählen, nicht auf Rostfahne prüfen
  • Sollwerte des Drehmoments nicht kennen
  • Nur die gut sichtbaren Muttern kontrollieren
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.4

K3·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K3·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K3·F6 Verbandkasten
Prüfschritte
  1. Verbandkasten nach DIN 13164 aufsuchen (Kabine oder Stauraum)
  2. Haltbarkeitsdatum am Inhalt prüfen — insbesondere sterile Artikel
  3. Vollständigkeit anhand der Inhaltsliste
  4. DIN-Nummer auf dem Kasten-Label kontrollieren
  5. Fehlende / abgelaufene Artikel sofort ersetzen
  6. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Kasten mit gültigem DIN 13164, Haltbarkeit nicht überschritten, vollständig.

Was dem Prüfer zeigen

Kasten öffnen, Haltbarkeitsdatum am Label zeigen, einige Artikel anheben um „vollständig" zu demonstrieren.

Häufige Fehler
  • Haltbarkeitsdatum nicht kontrollieren
  • DIN-Nummer nicht benennen
  • Kasten schwer erreichbar verstaut
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.3

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Aufgabenkarte · 4 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K4·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K4·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
  4. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.4

K4·F3 Prüfen des Reifenzustandes (Profil, Beschädigung, Fremdkörper) und des Reifendruckes
Prüfschritte
  1. Profiltiefe mit Profiltiefenmesser oder anhand der TWI-Indikatoren prüfen — Mindestprofil 1,6 mm (LKW-Empfehlung 3 mm)
  2. Flanken auf Risse, Porosität, Beulen, ungleichmäßige Abnutzung untersuchen
  3. Zwischen Zwillingsreifen nach Fremdkörpern (Steine, Äste, Nägel) tasten
  4. Reifendruck anhand des Aufklebers oder der Betriebsanleitung prüfen, ggf. Füllgerät einsetzen
  5. Auswölbungen der Flanke = zu wenig Luft
  6. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Profiltiefe ≥ 1,6 mm, keine sichtbaren Schäden, Druck im Sollbereich, Zwillinge frei von Fremdkörpern.

Was dem Prüfer zeigen

Profiltiefenmesser ansetzen und Messwert verbal ausrufen; Flanken Stück für Stück zeigen; in Zwillingsreifen hineinfassen.

Häufige Fehler
  • Nur einen Reifen statt alle prüfen
  • Zwillingsreifen nicht einzeln begutachten
  • Sollwert des Reifendrucks nicht benennen können
  • Beschädigungen an der Innenflanke übersehen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.3

K4·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K4·F5 Dichtheit der Kraftstoffanlage, Kraftstoffleitung, Kraftstoffvorrat prüfen
Prüfschritte
  1. Tankanzeige im Cockpit ablesen oder Tankstab seitlich einführen
  2. Kraftstofffüllstand verbal benennen
  3. Tankverschluss auf festen Sitz und Dichtheit prüfen
  4. Kraftstoffleitungen bis zum Motor visuell auf Leckage untersuchen
  5. AdBlue-Vorrat (bei SCR-Fahrzeugen) zusätzlich prüfen
Soll-Zustand

Kraftstoff ausreichend, Tankverschluss dicht, keine Leckage an Leitungen oder Kupplungen.

Was dem Prüfer zeigen

Tankanzeige zeigen; Tankdeckel anfassen; mit Taschenlampe Leitungen verfolgen.

Häufige Fehler
  • Nur Tankanzeige prüfen, Leitungen ignorieren
  • AdBlue vergessen
  • Tankdeckel nicht auf festen Sitz prüfen

Fahrschule Hercht §5.3

K4·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 5 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K5·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K5·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft herstellen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Luftpresser füllt die Druckluftanlage
  2. Beide Zeiger der Doppel-Manometer beobachten, bis der Abschaltdruck erreicht ist
  3. Abschaltdruck ca. 11 bar — hörbar durch deutliches Abblasen/Zischen
  4. Erst jetzt ist die Fahrbereitschaft hergestellt
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Beide Kreise zeigen konstant ca. 11 bar, akustisches Abblasen bestätigt Fahrbereitschaft.

Was dem Prüfer zeigen

Manometer zeigen und den Abschaltdruck verbal ankündigen, bevor er erreicht wird.

Häufige Fehler
  • Losfahren, bevor beide Kreise fahrbereit sind
  • Den Abschaltdruck nicht kennen (11 bar)
  • Nur einen der beiden Bremskreise beobachten
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.3

K5·F3 Prüfen der Felgen auf Beschädigung
Prüfschritte
  1. Felge zwischen den Radmuttern auf Risse untersuchen
  2. Felgenbett auf Verformung, Kerben, Schläge prüfen
  3. Besonderes Augenmerk um die Radmutternsitze (höchste Belastung)
  4. Bei Alufelgen zusätzlich auf Korrosion achten
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Felge ohne Risse, Felgenbett formstabil, keine Verformungen im Bereich der Radmuttern.

Was dem Prüfer zeigen

Felge rundum zeigen, mit der Hand über Radmutternsitze fahren und jeweils „ok" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur Außenseite der Felge prüfen
  • Felgenbett vergessen
  • Risse um die Radmutternsitze übersehen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.5

K5·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K5·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K5·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.6

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 6 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K6·F1 Ausfüllen des Schaublattes des EG-Kontrollgeräts bzw. Abmelden am EG-Kontrollgerät am Ende einer Fahrt
Prüfschritte
  1. Fahrertaste 1 längere Zeit gedrückt halten
  2. Im Menü „Unternehmen abmelden" mit „JA" bestätigen
  3. Fahrerkarte entnehmen
  4. Tätigkeitsschalter auf „Ruhezeit" stellen
Soll-Zustand

Karte erfolgreich ausgeworfen, Display zeigt Ruhezeit.

Was dem Prüfer zeigen

Den Ablauf am Gerät demonstrieren und benennen, warum die Karte am Schichtende entnommen wird.

Häufige Fehler
  • Karte ohne Abmeldung ziehen (Datenverlust möglich)
  • Tätigkeit nach Abmeldung nicht auf „Ruhezeit" stellen
  • Die Kurzauswurftaste statt der Menüführung nutzen

Fahrschule Hercht §1.6

K6·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft feststellen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Luftpresser füllt die Druckluftanlage
  2. Beide Zeiger der Doppel-Manometer beobachten, bis der Abschaltdruck erreicht ist
  3. Abschaltdruck ca. 11 bar — hörbar durch deutliches Abblasen/Zischen
  4. Erst jetzt ist die Fahrbereitschaft hergestellt
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Beide Kreise zeigen konstant ca. 11 bar, akustisches Abblasen bestätigt Fahrbereitschaft.

Was dem Prüfer zeigen

Manometer zeigen und den Abschaltdruck verbal ankündigen, bevor er erreicht wird.

Häufige Fehler
  • Losfahren, bevor beide Kreise fahrbereit sind
  • Den Abschaltdruck nicht kennen (11 bar)
  • Nur einen der beiden Bremskreise beobachten
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.3

K6·F3 Prüfung der Reserveradsicherung
Prüfschritte
  1. Am modernen Prüfungs-LKW meist kein Reserverad vorhanden — Umstand aktiv erklären
  2. Falls vorhanden: Sicherungsseil/-halterung prüfen, Reifendruck am Reserverad kontrollieren
  3. Pannenset (Tirefit) oder Abschleppdienst-Vertrag als Ersatz benennen
  4. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Entweder Reserverad gesichert und einsatzbereit — oder Alternative (Pannenset, Service-Vertrag) kann benannt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Leeren Reserveradhalter zeigen und erklären, warum moderne LKW häufig keines mehr mitführen.

Häufige Fehler
  • Reserverad erwarten, wo keines ist
  • Sicherung nur oberflächlich prüfen
  • Kein Alternativkonzept bei „nicht vorhanden" benennen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.6

K6·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K6·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K6·F6 Sichtprüfung der Anhängekupplung
Prüfschritte
  1. Fangmaul auf Risse, Kerben, Deformationen prüfen
  2. Traverse (Kupplungsträger) auf Risse kontrollieren, auf Rostfahnen an Schrauben achten
  3. Sicherungsstift prüfen — muss fest eingerastet sein
  4. Kupplungsbolzen: Neu 38 mm Durchmesser; Verschleißgrenze 36,5 mm (1,5 mm Abrieb zulässig)
  5. Kupplungs-Selbsttest: Auflauf-Funktion verbal erklären
  6. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Fangmaul unbeschädigt, Traverse rissfrei, Sicherungsstift eingerastet, Bolzendurchmesser ≥ 36,5 mm.

Was dem Prüfer zeigen

Fangmaul mit Taschenlampe ausleuchten, Sicherungsstift zeigen, Bolzenmaß anhand Messschieber erklären.

Häufige Fehler
  • Sicherungsstift nicht zeigen / nicht einrasten lassen
  • Verschleißmaß 36,5 mm nicht kennen
  • Traverse-Rostfahnen übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.5

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Aufgabenkarte · 7 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K7·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K7·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Motor abstellen bei aufgebautem Betriebsdruck
  2. Durch wiederholtes Bremsen den Druck in den Vorratsbehältern abbauen
  3. Warnanzeige / akustisches Signal muss unterhalb von ca. 6 bar auslösen — Display: „Vorratsdruck zu gering"
  4. Zusätzlich erscheint ein Ausrufezeichen; Anfahren ist in diesem Zustand nicht mehr möglich
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Warneinrichtung aktiviert sich rechtzeitig unterhalb 6 bar. Das Fahrzeug lässt sich nicht mehr anfahren.

Was dem Prüfer zeigen

Den Druckabbau am Manometer live vorführen, die Warnschwelle benennen, die Displaymeldung zeigen.

Häufige Fehler
  • Motor laufen lassen (Kompressor baut Druck nach → Warnung löst nie aus)
  • Schwelle nicht benennen
  • Nur den optischen Warner erwähnen, nicht den akustischen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.2

K7·F3 Funktion der Lenkhilfe prüfen
Prüfschritte
  1. Motor abschalten, Zündung aus
  2. Lenkrad mit mäßigem Kraftaufwand nach links / rechts ziehen — Lenkung sollte schwergängig sein
  3. Motor starten
  4. Lenkung wird schlagartig leichtgängig — die Servopumpe arbeitet
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Deutlicher Unterschied zwischen „Motor aus" (schwer) und „Motor an" (leicht) — Servolenkung funktioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Lenkrad bei stehendem Motor ziehen, dann Motor starten und erneut ziehen — den Unterschied kommentieren.

Häufige Fehler
  • Nur bei laufendem Motor testen (Vergleich fehlt)
  • Lenkung bei stehendem Fahrzeug bewegen, das auf Lenkrollen steht (verfälscht)
  • Unterschied nicht verbal beschreiben
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.8

K7·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K7·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K7·F6 Bordwände, Verschlüsse, Gepäckklappen, Ladeeinrichtung, Ladungssicherung (Zustandskontrolle)
Prüfschritte
  1. Bordwände: Container an den Twist-Lock-Zapfen („Pilz") gesichert, Stützen/Scharniere verriegelt
  2. Verschlüsse / Gepäckklappen: alle geschlossen und gesichert
  3. Ladeeinrichtung (z.B. Hubbühne): im Prüfungsfall oft nicht vorhanden
  4. Ladungssicherung: je nach Prüfungsfahrzeug — formschlüssig (Stirnwand, Rungen) oder kraftschlüssig (Gurte, Netze, Spannketten)
  5. Bei Planenfahrzeug: Plane ohne Risse, Seile gespannt, Ösen intakt
  6. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Gesamter Aufbau verschlossen und gesichert, Ladung (falls vorhanden) korrekt nach § 22 StVO gesichert.

Was dem Prüfer zeigen

Einmal rundum am Aufbau entlanggehen und jede Schließung (Pilz, Haken, Gurt) kurz anfassen.

Häufige Fehler
  • Nur Bordwände prüfen, Verschlüsse vergessen
  • Sicherungsmittel nicht erklären können
  • Plane mit Wasser/Eis übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.4

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Aufgabenkarte · 8 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K8·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K8·F2 Wirkung des Lufttrockners bzw. Vorrat des Frostschutzmittels prüfen
Prüfschritte
  1. Moderne LKW haben keinen Frostschutzbehälter — stattdessen Lufttrockner
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Ablassventil unter den Vorratsbehältern kurz betätigen
  4. Es darf nur Luft — kein Wasser — austreten
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Kein Wasseraustritt beim Entwässern → Lufttrockner arbeitet einwandfrei.

Was dem Prüfer zeigen

Den Lufttrockner am Fahrzeug benennen, das Ablassventil zeigen und kurz ablassen, Resultat kommentieren.

Häufige Fehler
  • Nach einem Frostschutzbehälter suchen, der nicht existiert
  • Ablassventil verwechseln oder nicht finden
  • Wasser ablassen und trotzdem „alles OK" sagen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.6

K8·F3 Lenkungsspiel prüfen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Servolenkung in Betrieb
  2. Lenkrad hin und her bewegen, bis die Räder folgen
  3. Spiel zwischen Lenkrad-Beginn der Bewegung und Rad-Reaktion messen
  4. Akzeptables Spiel: maximal zwei Finger breit (ca. 30 mm)
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Lenkspiel bei laufendem Motor unter 30 mm (zwei Finger) — präzise Lenkung.

Was dem Prüfer zeigen

Zwei Finger seitlich am Lenkrad anhalten, Lenkrad in beide Richtungen bewegen und Grenzwert benennen.

Häufige Fehler
  • Bei stehendem Motor messen (verfälscht)
  • Fingerbreite als „irgendwie drei Finger" angeben
  • Nur eine Richtung testen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.9

K8·F4 Batterie (Anschlüsse, Befestigung) prüfen
Prüfschritte
  1. Batteriekasten (meist seitlich am Rahmen) öffnen
  2. Befestigung der Batterie auf festen Sitz prüfen
  3. Pole auf festen Sitz und Korrosionsfreiheit kontrollieren
  4. Pole sollten mit Polfett geschützt sein
  5. Sicht auf Flüssigkeitsverlust / Beschädigung am Gehäuse
Soll-Zustand

Batterie fest fixiert, Pole korrosionsfrei und gefettet, Gehäuse unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Batteriekasten öffnen, einzeln Befestigung, Pole und Gehäuse zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur auf Korrosion prüfen, Befestigung vergessen
  • Polfett nicht erwähnen
  • Batteriekasten nicht finden

Fahrschule Hercht §4.4

K8·F5 Flüssigkeitsvorrat in Scheiben- und Scheinwerferwaschanlage kontrollieren
Prüfschritte
  1. Beifahrertür öffnen — Wasservorratsbehälter häufig hinter der Klappe
  2. Pegel am Behälter visuell prüfen
  3. Scheinwerferwaschanlage entfällt an den meisten Prüfungs-LKW
  4. Bei niedrigem Stand erscheint ein Symbol im Display
Soll-Zustand

Behälter mindestens halb voll, im Winter mit Frostschutzkonzentrat, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter und Pegel zeigen, Einfüllöffnung beschreiben, Display-Warnsymbol erwähnen.

Häufige Fehler
  • Scheinwerferwaschanlage fordern, die nicht vorhanden ist
  • Frostschutzkonzentrat im Winter vergessen
  • Behälter verwechseln (Kühlflüssigkeit / Scheibenwasser)

Fahrschule Hercht §5.5

K8·F6 Plane / Spriegel (Zustand und Befestigung kontrollieren, prüfen ob Plane frei von Wasser, Schnee und Eis)
Prüfschritte
  1. 10 m nach hinten gehen für einen guten Blick auf das Dach
  2. Plane bzw. Container auf Wasseransammlungen prüfen — schweres Wasser belastet den Aufbau
  3. Im Winter: Schnee und Eis auf dem Dach / der Plane vollständig entfernen
  4. Spriegel (Plan-Gestänge) auf Beschädigung und festen Sitz prüfen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Plane / Container frei von Wasser, Eis, Schnee; Spriegel unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Aus der Distanz mit ausgestrecktem Arm das Dach beschreiben und jede Auffälligkeit benennen.

Häufige Fehler
  • Schnee/Eis im Winter übersehen
  • Spriegel nicht kontrollieren
  • Nur direkt am Fahrzeug stehen und Dach nicht überblicken können
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.7

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Aufgabenkarte · 9 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K9·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K9·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
  5. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.5

K9·F3 Ölstand der Servolenkung prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrerhaus bei Bedarf kippen oder Servobehälter unter der Kabine ausfindig machen
  2. Ölstand am Behälter visuell prüfen (MIN / MAX)
  3. Moderne Fahrzeuge zeigen Unterschreitung zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Ölfarbe bewerten — nicht schwarz, nicht schaumig
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Ölstand zwischen MIN und MAX, keine Display-Warnung, saubere helle Ölfarbe.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und Pegel deuten; Display-Anzeige erwähnen; bei Bedarf Kabine kippen erklären (ohne Aufforderung zu kippen).

Häufige Fehler
  • Behälter verwechseln (Kupplung / Motoröl)
  • Ölfarbe nicht bewerten
  • Bei niedrigem Stand kein Nachfüll-Öl-Typ benennen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.10

K9·F4 Schluss-, Umrissleuchten hinten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Standlicht einschalten
  2. Umrissleuchten (äußere Lampen am Lampenkasten) prüfen
  3. Schlussleuchten (innere Lampen) prüfen
  4. Sauberkeit, Unversehrtheit und symmetrisches Leuchtbild kontrollieren
Soll-Zustand

Umriss- und Schlussleuchten hinten funktionsfähig, sauber, unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten und auf Umrissleuchte (außen) vs. Schlussleuchte (innen) deuten.

Häufige Fehler
  • Umriss- und Schlussleuchte verwechseln
  • Nur eine Seite prüfen
  • Verschmutzung übersehen

Fahrschule Hercht §4.6

K9·F5 Überprüfung der Scheibenwaschanlage und der Einstellung der Spritzdüsen
Prüfschritte
  1. Scheibenwaschanlage kurz betätigen
  2. Spritzbild beider Düsen beobachten — gleichmäßige Strahl-Verteilung
  3. Scheibenwischer nach dem Spritzen prüfen: beide Bereiche werden gewischt
  4. Bei Fehlspritzung: mit Nadel die Düse neu justieren
Soll-Zustand

Beide Düsen spritzen symmetrisch in die Wischfläche, Scheiben werden komplett gereinigt.

Was dem Prüfer zeigen

Waschanlage betätigen; Spritzbild von außen zeigen; Nadel-Justierung verbal erklären.

Häufige Fehler
  • Spritzbild ignorieren
  • Wischerblätter nicht mit berücksichtigen
  • Nur eine Düse prüfen

Fahrschule Hercht §5.6

K9·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.6

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Aufgabenkarte · 10 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K10·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K10·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
  4. Zusätzlich: Anhängerbremsventil am Armaturenbrett prüfen, Druckluftkupplungen (rot + gelb) korrekt verbunden
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen
  • Anhängerbremsventil nicht prüfen
  • Druckluftkupplungen vertauscht (rot / gelb)

Fahrschule Hercht §2.4

K10·F3 Sichtprüfung der Federung
Prüfschritte
  1. Druckluftanlage auf Betriebsdruck bringen (Motor laufen lassen bis Abschaltdruck)
  2. Alle Federbälge visuell kontrollieren — müssen gleichmäßig gefüllt sein
  3. Bei beschädigtem Balg steht das Fahrzeug auf der betroffenen Seite schief
  4. Zusätzlich Stoßdämpfer auf Ölverlust prüfen
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Fahrzeug steht gerade, alle Federbälge gleichmäßig befüllt, keine Öl-Leckage an Stoßdämpfern.

Was dem Prüfer zeigen

Federbalg an einer Achse zeigen und anfassen; Niveau des Fahrzeugs gegenüber Boden seitlich zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur optisch schauen, nicht betasten
  • Luftbälge mit Gummi-Federn verwechseln
  • Stoßdämpfer vergessen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.7

K10·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K10·F5 Überprüfung der Zustandsanzeige für die Luftfilteranlage
Prüfschritte
  1. Zustandsanzeige der Luftfilteranlage häufig am Ansaugstutzen am Motor montiert (Ring mit Schauglas)
  2. Grüner Bereich = Filter OK; roter Bereich = Filter verschmutzt, Wechsel fällig
  3. Moderne LKW zeigen den Zustand zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Bei Anzeige „rot" den Filter wechseln (nicht reinigen)
Soll-Zustand

Anzeigeschauglas im grünen Bereich, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Schauglas lokalisieren und Farbring erklären; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Zustandsanzeige verwechseln mit einer anderen Kontrolllampe
  • Luftfilter reinigen statt tauschen
  • Nur das Display beurteilen, Schauglas vergessen

Fahrschule Hercht §5.7

K10·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.2

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Tipp vom FahrlehrerBewertung: wie Klasse C — 2 Fehler auf der gezogenen Karte oder 1 Fehler + Zweitfehler im selben Sachgebiet = nicht bestanden. Bei CE ist die Kupplung besonders wichtig — Prüfer achten genau auf Sicherungsstift, Leitungen und Abreißseil.
Abfahrtkontrolle Klasse C
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Abfahrtkontrolle Klasse C

Basis auch für CE — die Anhänger-/Aufliegerpunkte kommen dazu.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse CE · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

2 Pflichtaufgaben · je nach Gespannart · Anlage 7 Nr. 2.1.4.5 FeV

Anlage 7 FeV unterscheidet bei CE zwischen Gliederzug (Zugmaschine + Anhänger mit Deichsel) und Sattelzug (Sattelzugmaschine + Auflieger). Das geprüfte Gespannbild entspricht dem Ausbildungs-/Prüffahrzeug. Ab-/Ankuppeln ist Teil der fahrtechnischen Vorbereitung, nicht der Grundfahraufgaben.

1

Gliederzug · Pflicht 1: Umkehren durch Rückwärtsfahren nach links

Mit dem Gliederzug durch Vor- und Zurücksetzen wenden — Rückwärtsphase nach links.

2

Gliederzug · Pflicht 2: Rückwärtsfahren geradeaus an eine Rampe

Gespann geradeaus rückwärts an eine Be-/Entladerampe setzen — präzise Spiegel-Arbeit, Anhänger mittig halten.

3

Sattelzug · Pflicht 1: Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links

Sattelzug rückwärts um eine linksgerichtete Ecke manövrieren — Gegenlenken und Knickwinkel kontrollieren.

4

Sattelzug · Pflicht 2: Rückwärtsfahren und Versetzen nach rechts an eine Rampe

Sattelzug unter Versetzen nach rechts an eine Rampe bringen.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Knickwinkel-Kontrolle, Spiegelarbeit, präzise Annäherung an die Rampe — Abbruch oder Kontakt = nicht bestanden. Gegenlenken und Knickwinkel sind beim Sattelzug anders zu dosieren als beim Gliederzug. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.5 FeV.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse C1 · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 85 Minuten
01

Abfahrtkontrolle

Kartensystem laut PrüfRiLi — identisch zu Klasse C (10 Karten, 6 Aufgaben, 6 Sachgebiete).

~15 Min
02

Grundfahraufgaben

2 Aufgaben wie Klasse C: 1 Pflicht (Rückwärts an Rampe) + 1 Wahl aus drei Rückwärtsvarianten.

~15 Min
03

Fahrt im Verkehr

Stadt, Landstraße, Autobahn. Fahrzeug 3,5–7,5 t zGM.

mind. 50 Min
04

Abschluss

Rückfahrt zum Prüfungsort, Abstellen, Nachbesprechung. Summe: 15 + 15 + 50 + 5 = 85 Min.

~5 Min

C1 gilt für LKW 3,5–7,5 t zGM. Anlage 7 FeV ordnet C1 bei Gesamtdauer und Abfahrtkontrolle derselben Gruppe wie C zu (85 Min, Kartensystem).

Klasse C1 · Abfahrtkontrolle

Abfahrtkontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

Kartensystem wie Klasse C · 6 Sachgebiete · 1 von 10 Karten

Für C1 gilt laut Anlage 7 FeV das gleiche Kartensystem wie für Klasse C. Du ziehst eine von 10 Aufgabenkarten und führst 6 Kontrollen aus 6 Sachgebieten am Fahrzeug vor.

Aufgabenkarte · 1 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K1·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K1·F2 Kontrolle des Standes der Bremsflüssigkeit
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine hydraulische Bremsanlage (wie ein PKW) — mit Bremsflüssigkeit
  2. Motorhaube öffnen und Bremsflüssigkeitsbehälter am Hauptbremszylinder finden
  3. Füllstand muss zwischen MIN und MAX stehen
  4. Farbe prüfen: hell/klar ist i.O., dunkel oder trüb → Werkstatt
  5. Behälter-Deckel geschlossen lassen (Bremsflüssigkeit zieht Feuchtigkeit)
Soll-Zustand

Füllstand zwischen MIN und MAX, Bremsflüssigkeit hell/klar, Behälter trocken, Deckel dicht.

Was dem Prüfer zeigen

Motorhaube öffnen, den Behälter benennen, Füllstand zeigen und die DOT-Norm am Deckel (z.B. DOT 4) aktiv ansprechen.

Häufige Fehler
  • Behälter mit Kühlflüssigkeit oder Servoöl verwechseln
  • Den Deckel unnötig öffnen
  • DOT-Norm nicht benennen
  • Das hydraulische System mit Druckluft verwechseln

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K1·F3 Prüfen der Reifengröße anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) aufschlagen, Reifengröße und Last-/Geschwindigkeitsindex lesen
  2. Am Reifen die eingeprägte Kennzeichnung ablesen (z.B. 315/70 R 22,5 156/150 L)
  3. Werte abgleichen: Reifen darf nicht niedriger eingestuft sein als Fahrzeugschein fordert
  4. Vorderachse: Geschwindigkeitsindex des Reifens ≥ Fahrzeugschein-Wert
  5. Hinterachse: zusätzlich Tragfähigkeitsindex ≥ Fahrzeugschein-Wert
Soll-Zustand

Reifengröße, Last- und Geschwindigkeitsindex entsprechen mindestens den Vorgaben im Fahrzeugschein.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger die Angabe im Fahrzeugschein zeigen, dann mit Taschenlampe die gleichen Werte am Reifen zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur den Reifen ablesen, Fahrzeugschein ignorieren
  • Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitsindex verwechseln
  • Achsspezifische Unterschiede (Vorder-/Hinterachse) nicht erwähnen

Fahrschule Hercht §3.1

K1·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K1·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K1·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 2 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K2·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K2·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat keine Druckluft — deshalb auch keine klassische Niederdruck-Warnung wie beim LKW
  2. Stattdessen: Zündung einschalten (Motor aus) — im Kombi-Instrument leuchten die Brems-Kontrollleuchten als Selbsttest auf (rotes Ausrufezeichen im Dreieck, ABS, Feststellbremse)
  3. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  4. Bremspedal kurz durchtreten: fester Druckpunkt, kein weicher oder nachgebender Pedalweg
Soll-Zustand

Alle Brems-Warnleuchten absolvieren den Selbsttest und gehen nach Motorstart aus; Pedalweg fest.

Was dem Prüfer zeigen

Auf das Kombi-Instrument deuten, Brems-, ABS- und Feststellbremsleuchte einzeln benennen und erklären, warum Druckluft-Warnung hier nicht zutrifft.

Häufige Fehler
  • Nach einem Manometer / Druckluft-Warner suchen
  • Den hydraulischen Charakter der Bremse nicht aktiv ansprechen
  • Die Feststellbrems-Warnung vergessen
  • Den Selbsttest mit abgestelltem Motor nicht abwarten

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K2·F3 Prüfen der Tragfähigkeit und der Höchstgeschwindigkeit der Reifen anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I, Felder O.1 / O.2 (zulässige Achslasten) heranziehen
  2. Reifen: Tragfähigkeitsindex pro Reifen ablesen (Beispiel: „156" = 4000 kg je Reifen)
  3. Achslast / Anzahl Reifen pro Achse ≤ Tragfähigkeit je Reifen
  4. Geschwindigkeitsindex am Reifen (Buchstabe) mindestens so hoch wie Zulassungshöchstgeschwindigkeit
Soll-Zustand

Tragfähigkeitsreserve pro Reifen vorhanden; Geschwindigkeitsindex deckt bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit.

Was dem Prüfer zeigen

Die Last-/Geschwindigkeitskennzeichnung am Reifen mit Taschenlampe, die vgl. Werte im Fahrzeugschein zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur Tragfähigkeit, nicht Geschwindigkeit prüfen
  • Wert pro Achse statt pro Reifen rechnen
  • Abgefahrene oder nachträglich ersetzte Reifen nicht gegen Fahrzeugschein abgleichen

Fahrschule Hercht §3.2

K2·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K2·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K2·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)

Fahrschule Hercht §6.2

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Aufgabenkarte · 3 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K3·F1 Bedeutung der Kontrolllampen des EG-Kontrollgeräts; Ausfall des Geräts
Prüfschritte
  1. Beim Einschalten die Kontrollleuchte am EG-Kontrollgerät beobachten
  2. Warnsymbol „TCO" bzw. „!" benennen — bedeutet Störung oder Ausfall
  3. Bei Ausfall: Fahrt trotzdem antreten, nach Dienstschluss schriftlich mit Zeit und Grund dokumentieren
  4. Werkstatt innerhalb 7 Tagen kontaktieren; Reparatur spätestens bei Rückkehr am Betriebssitz
Soll-Zustand

Keine Dauerwarnung am Gerät. Bei Ausfall kennt der Fahrer die Dokumentations- und Meldepflicht.

Was dem Prüfer zeigen

Display-Anzeige beschreiben, welche Symbole/Leuchten eine Störung signalisieren. Erläutern: manuelle Aufzeichnung + Meldepflicht.

Häufige Fehler
  • Meldepflicht nicht kennen („fahre einfach weiter")
  • Manuellen Nachweis bei Ausfall nicht erwähnen
  • TCO-Warnung mit anderem Symbol verwechseln

Fahrschule Hercht §1.3

K3·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §2.5

K3·F3 Sichtprüfung des Sitzes der Radmuttern
Prüfschritte
  1. Jede Radmutter einzeln visuell kontrollieren
  2. Rotbraune Rostfahne unter der Mutter = Zeichen einer losen Mutter (Luftspalt)
  3. Radmuttern auf Vollzähligkeit prüfen — keine darf fehlen
  4. Anzugsdrehmoment nach Herstellerangabe (Bedienungsanleitung)
Soll-Zustand

Alle Muttern vorhanden, fest angezogen, keine Rostfahne, keine Korrosionsspuren.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger an jeder Mutter vorbeifahren und dabei verbal bestätigen „fest, keine Rostfahne".

Häufige Fehler
  • Muttern nur zählen, nicht auf Rostfahne prüfen
  • Sollwerte des Drehmoments nicht kennen
  • Nur die gut sichtbaren Muttern kontrollieren

Fahrschule Hercht §3.4

K3·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K3·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K3·F6 Verbandkasten
Prüfschritte
  1. Verbandkasten nach DIN 13164 aufsuchen (Kabine oder Stauraum)
  2. Haltbarkeitsdatum am Inhalt prüfen — insbesondere sterile Artikel
  3. Vollständigkeit anhand der Inhaltsliste
  4. DIN-Nummer auf dem Kasten-Label kontrollieren
  5. Fehlende / abgelaufene Artikel sofort ersetzen
Soll-Zustand

Kasten mit gültigem DIN 13164, Haltbarkeit nicht überschritten, vollständig.

Was dem Prüfer zeigen

Kasten öffnen, Haltbarkeitsdatum am Label zeigen, einige Artikel anheben um „vollständig" zu demonstrieren.

Häufige Fehler
  • Haltbarkeitsdatum nicht kontrollieren
  • DIN-Nummer nicht benennen
  • Kasten schwer erreichbar verstaut

Fahrschule Hercht §6.3

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Aufgabenkarte · 4 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K4·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K4·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen

Fahrschule Hercht §2.4

K4·F3 Prüfen des Reifenzustandes (Profil, Beschädigung, Fremdkörper) und des Reifendruckes
Prüfschritte
  1. Profiltiefe mit Profiltiefenmesser oder anhand der TWI-Indikatoren prüfen — Mindestprofil 1,6 mm (LKW-Empfehlung 3 mm)
  2. Flanken auf Risse, Porosität, Beulen, ungleichmäßige Abnutzung untersuchen
  3. Zwischen Zwillingsreifen nach Fremdkörpern (Steine, Äste, Nägel) tasten
  4. Reifendruck anhand des Aufklebers oder der Betriebsanleitung prüfen, ggf. Füllgerät einsetzen
  5. Auswölbungen der Flanke = zu wenig Luft
Soll-Zustand

Profiltiefe ≥ 1,6 mm, keine sichtbaren Schäden, Druck im Sollbereich, Zwillinge frei von Fremdkörpern.

Was dem Prüfer zeigen

Profiltiefenmesser ansetzen und Messwert verbal ausrufen; Flanken Stück für Stück zeigen; in Zwillingsreifen hineinfassen.

Häufige Fehler
  • Nur einen Reifen statt alle prüfen
  • Zwillingsreifen nicht einzeln begutachten
  • Sollwert des Reifendrucks nicht benennen können
  • Beschädigungen an der Innenflanke übersehen

Fahrschule Hercht §3.3

K4·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K4·F5 Dichtheit der Kraftstoffanlage, Kraftstoffleitung, Kraftstoffvorrat prüfen
Prüfschritte
  1. Tankanzeige im Cockpit ablesen oder Tankstab seitlich einführen
  2. Kraftstofffüllstand verbal benennen
  3. Tankverschluss auf festen Sitz und Dichtheit prüfen
  4. Kraftstoffleitungen bis zum Motor visuell auf Leckage untersuchen
  5. AdBlue-Vorrat (bei SCR-Fahrzeugen) zusätzlich prüfen
Soll-Zustand

Kraftstoff ausreichend, Tankverschluss dicht, keine Leckage an Leitungen oder Kupplungen.

Was dem Prüfer zeigen

Tankanzeige zeigen; Tankdeckel anfassen; mit Taschenlampe Leitungen verfolgen.

Häufige Fehler
  • Nur Tankanzeige prüfen, Leitungen ignorieren
  • AdBlue vergessen
  • Tankdeckel nicht auf festen Sitz prüfen

Fahrschule Hercht §5.3

K4·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 5 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K5·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K5·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft herstellen
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine hydraulische Bremsanlage — kein Luftpresser, kein Vorratsdruck, kein Abschaltdruck (11 bar), kein Abblasen
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Zündung ein — Brems-Warnleuchten auf Selbsttest beobachten
  4. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  5. Bremspedal kurz antippen: sofort fester Druckpunkt → hydraulisch ohne Wartezeit fahrbereit
  6. Feststellbremse lösen
Soll-Zustand

Nach dem Start sind alle Brems-Warnleuchten aus, der Bremskreis hat sofort einen festen Druckpunkt, die Feststellbremse lässt sich normal lösen.

Was dem Prüfer zeigen

Erklären, warum keine Wartezeit auf Vorratsdruck nötig ist; Warnleuchten-Selbsttest verbalisieren; Pedal antippen und „fester Druckpunkt" sagen.

Häufige Fehler
  • Einen Abschaltdruck von 11 bar nennen, obwohl nicht zutreffend
  • Auf ein zischendes Abblasen warten, das nie kommt
  • Einen weichen Pedalweg als „normal" abtun
  • Den hydraulischen Charakter nicht aktiv benennen

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K5·F3 Prüfen der Felgen auf Beschädigung
Prüfschritte
  1. Felge zwischen den Radmuttern auf Risse untersuchen
  2. Felgenbett auf Verformung, Kerben, Schläge prüfen
  3. Besonderes Augenmerk um die Radmutternsitze (höchste Belastung)
  4. Bei Alufelgen zusätzlich auf Korrosion achten
Soll-Zustand

Felge ohne Risse, Felgenbett formstabil, keine Verformungen im Bereich der Radmuttern.

Was dem Prüfer zeigen

Felge rundum zeigen, mit der Hand über Radmutternsitze fahren und jeweils „ok" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur Außenseite der Felge prüfen
  • Felgenbett vergessen
  • Risse um die Radmutternsitze übersehen

Fahrschule Hercht §3.5

K5·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K5·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K5·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen

Fahrschule Hercht §6.6

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 6 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K6·F1 Ausfüllen des Schaublattes des EG-Kontrollgeräts bzw. Abmelden am EG-Kontrollgerät am Ende einer Fahrt
Prüfschritte
  1. Fahrertaste 1 längere Zeit gedrückt halten
  2. Im Menü „Unternehmen abmelden" mit „JA" bestätigen
  3. Fahrerkarte entnehmen
  4. Tätigkeitsschalter auf „Ruhezeit" stellen
Soll-Zustand

Karte erfolgreich ausgeworfen, Display zeigt Ruhezeit.

Was dem Prüfer zeigen

Den Ablauf am Gerät demonstrieren und benennen, warum die Karte am Schichtende entnommen wird.

Häufige Fehler
  • Karte ohne Abmeldung ziehen (Datenverlust möglich)
  • Tätigkeit nach Abmeldung nicht auf „Ruhezeit" stellen
  • Die Kurzauswurftaste statt der Menüführung nutzen

Fahrschule Hercht §1.6

K6·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft feststellen
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine hydraulische Bremsanlage — kein Luftpresser, kein Vorratsdruck, kein Abschaltdruck (11 bar), kein Abblasen
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Zündung ein — Brems-Warnleuchten auf Selbsttest beobachten
  4. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  5. Bremspedal kurz antippen: sofort fester Druckpunkt → hydraulisch ohne Wartezeit fahrbereit
  6. Feststellbremse lösen
Soll-Zustand

Nach dem Start sind alle Brems-Warnleuchten aus, der Bremskreis hat sofort einen festen Druckpunkt, die Feststellbremse lässt sich normal lösen.

Was dem Prüfer zeigen

Erklären, warum keine Wartezeit auf Vorratsdruck nötig ist; Warnleuchten-Selbsttest verbalisieren; Pedal antippen und „fester Druckpunkt" sagen.

Häufige Fehler
  • Einen Abschaltdruck von 11 bar nennen, obwohl nicht zutreffend
  • Auf ein zischendes Abblasen warten, das nie kommt
  • Einen weichen Pedalweg als „normal" abtun
  • Den hydraulischen Charakter nicht aktiv benennen

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K6·F3 Prüfung der Reserveradsicherung
Prüfschritte
  1. Am modernen Prüfungs-LKW meist kein Reserverad vorhanden — Umstand aktiv erklären
  2. Falls vorhanden: Sicherungsseil/-halterung prüfen, Reifendruck am Reserverad kontrollieren
  3. Pannenset (Tirefit) oder Abschleppdienst-Vertrag als Ersatz benennen
Soll-Zustand

Entweder Reserverad gesichert und einsatzbereit — oder Alternative (Pannenset, Service-Vertrag) kann benannt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Leeren Reserveradhalter zeigen und erklären, warum moderne LKW häufig keines mehr mitführen.

Häufige Fehler
  • Reserverad erwarten, wo keines ist
  • Sicherung nur oberflächlich prüfen
  • Kein Alternativkonzept bei „nicht vorhanden" benennen

Fahrschule Hercht §3.6

K6·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K6·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K6·F6 Sichtprüfung der Anhängekupplung
Prüfschritte
  1. Fangmaul auf Risse, Kerben, Deformationen prüfen
  2. Traverse (Kupplungsträger) auf Risse kontrollieren, auf Rostfahnen an Schrauben achten
  3. Sicherungsstift prüfen — muss fest eingerastet sein
  4. Kupplungsbolzen: Neu 38 mm Durchmesser; Verschleißgrenze 36,5 mm (1,5 mm Abrieb zulässig)
  5. Kupplungs-Selbsttest: Auflauf-Funktion verbal erklären
Soll-Zustand

Fangmaul unbeschädigt, Traverse rissfrei, Sicherungsstift eingerastet, Bolzendurchmesser ≥ 36,5 mm.

Was dem Prüfer zeigen

Fangmaul mit Taschenlampe ausleuchten, Sicherungsstift zeigen, Bolzenmaß anhand Messschieber erklären.

Häufige Fehler
  • Sicherungsstift nicht zeigen / nicht einrasten lassen
  • Verschleißmaß 36,5 mm nicht kennen
  • Traverse-Rostfahnen übersehen

Fahrschule Hercht §6.5

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 7 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K7·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K7·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat keine Druckluft — deshalb auch keine klassische Niederdruck-Warnung wie beim LKW
  2. Stattdessen: Zündung einschalten (Motor aus) — im Kombi-Instrument leuchten die Brems-Kontrollleuchten als Selbsttest auf (rotes Ausrufezeichen im Dreieck, ABS, Feststellbremse)
  3. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  4. Bremspedal kurz durchtreten: fester Druckpunkt, kein weicher oder nachgebender Pedalweg
Soll-Zustand

Alle Brems-Warnleuchten absolvieren den Selbsttest und gehen nach Motorstart aus; Pedalweg fest.

Was dem Prüfer zeigen

Auf das Kombi-Instrument deuten, Brems-, ABS- und Feststellbremsleuchte einzeln benennen und erklären, warum Druckluft-Warnung hier nicht zutrifft.

Häufige Fehler
  • Nach einem Manometer / Druckluft-Warner suchen
  • Den hydraulischen Charakter der Bremse nicht aktiv ansprechen
  • Die Feststellbrems-Warnung vergessen
  • Den Selbsttest mit abgestelltem Motor nicht abwarten

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K7·F3 Funktion der Lenkhilfe prüfen
Prüfschritte
  1. Motor abschalten, Zündung aus
  2. Lenkrad mit mäßigem Kraftaufwand nach links / rechts ziehen — Lenkung sollte schwergängig sein
  3. Motor starten
  4. Lenkung wird schlagartig leichtgängig — die Servopumpe arbeitet
Soll-Zustand

Deutlicher Unterschied zwischen „Motor aus" (schwer) und „Motor an" (leicht) — Servolenkung funktioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Lenkrad bei stehendem Motor ziehen, dann Motor starten und erneut ziehen — den Unterschied kommentieren.

Häufige Fehler
  • Nur bei laufendem Motor testen (Vergleich fehlt)
  • Lenkung bei stehendem Fahrzeug bewegen, das auf Lenkrollen steht (verfälscht)
  • Unterschied nicht verbal beschreiben

Fahrschule Hercht §3.8

K7·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K7·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K7·F6 Bordwände, Verschlüsse, Gepäckklappen, Ladeeinrichtung, Ladungssicherung (Zustandskontrolle)
Prüfschritte
  1. Bordwände: Container an den Twist-Lock-Zapfen („Pilz") gesichert, Stützen/Scharniere verriegelt
  2. Verschlüsse / Gepäckklappen: alle geschlossen und gesichert
  3. Ladeeinrichtung (z.B. Hubbühne): im Prüfungsfall oft nicht vorhanden
  4. Ladungssicherung: je nach Prüfungsfahrzeug — formschlüssig (Stirnwand, Rungen) oder kraftschlüssig (Gurte, Netze, Spannketten)
  5. Bei Planenfahrzeug: Plane ohne Risse, Seile gespannt, Ösen intakt
Soll-Zustand

Gesamter Aufbau verschlossen und gesichert, Ladung (falls vorhanden) korrekt nach § 22 StVO gesichert.

Was dem Prüfer zeigen

Einmal rundum am Aufbau entlanggehen und jede Schließung (Pilz, Haken, Gurt) kurz anfassen.

Häufige Fehler
  • Nur Bordwände prüfen, Verschlüsse vergessen
  • Sicherungsmittel nicht erklären können
  • Plane mit Wasser/Eis übersehen

Fahrschule Hercht §6.4

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Aufgabenkarte · 8 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K8·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K8·F2 Wirkung des Lufttrockners bzw. Vorrat des Frostschutzmittels prüfen
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat keine Druckluft — also auch keinen Lufttrockner und keinen Frostschutzbehälter für die Bremsanlage
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Stattdessen Kühlmittel-Ausgleichsbehälter zeigen, Füllstand zwischen MIN und MAX
  4. Frostschutz über Farbe/Konzentration erläutern (Auslegung typ. bis ca. −25 °C)
  5. Zusätzlich: Frostschutz im Scheibenwaschwasser-Behälter erwähnen
Soll-Zustand

Der Prüfling erklärt aktiv, dass die hydraulische Bremse keinen Lufttrockner braucht, und weist den Kühlmittel-Frostschutz korrekt nach.

Was dem Prüfer zeigen

Kühlmittelbehälter und Waschwasserbehälter nennen und den Frostschutz anhand der typischen Farbe benennen.

Häufige Fehler
  • Nach einem Ablassventil unter Druckluftbehältern suchen
  • Kühlmittel-Frostschutz mit Scheibenwasch-Frostschutz verwechseln
  • Den Kühlmittelbehälter bei heißem Motor öffnen
  • Nicht erklären, warum es keinen Lufttrockner gibt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K8·F3 Lenkungsspiel prüfen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Servolenkung in Betrieb
  2. Lenkrad hin und her bewegen, bis die Räder folgen
  3. Spiel zwischen Lenkrad-Beginn der Bewegung und Rad-Reaktion messen
  4. Akzeptables Spiel: maximal zwei Finger breit (ca. 30 mm)
Soll-Zustand

Lenkspiel bei laufendem Motor unter 30 mm (zwei Finger) — präzise Lenkung.

Was dem Prüfer zeigen

Zwei Finger seitlich am Lenkrad anhalten, Lenkrad in beide Richtungen bewegen und Grenzwert benennen.

Häufige Fehler
  • Bei stehendem Motor messen (verfälscht)
  • Fingerbreite als „irgendwie drei Finger" angeben
  • Nur eine Richtung testen

Fahrschule Hercht §3.9

K8·F4 Batterie (Anschlüsse, Befestigung) prüfen
Prüfschritte
  1. Batteriekasten (meist seitlich am Rahmen) öffnen
  2. Befestigung der Batterie auf festen Sitz prüfen
  3. Pole auf festen Sitz und Korrosionsfreiheit kontrollieren
  4. Pole sollten mit Polfett geschützt sein
  5. Sicht auf Flüssigkeitsverlust / Beschädigung am Gehäuse
Soll-Zustand

Batterie fest fixiert, Pole korrosionsfrei und gefettet, Gehäuse unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Batteriekasten öffnen, einzeln Befestigung, Pole und Gehäuse zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur auf Korrosion prüfen, Befestigung vergessen
  • Polfett nicht erwähnen
  • Batteriekasten nicht finden

Fahrschule Hercht §4.4

K8·F5 Flüssigkeitsvorrat in Scheiben- und Scheinwerferwaschanlage kontrollieren
Prüfschritte
  1. Beifahrertür öffnen — Wasservorratsbehälter häufig hinter der Klappe
  2. Pegel am Behälter visuell prüfen
  3. Scheinwerferwaschanlage entfällt an den meisten Prüfungs-LKW
  4. Bei niedrigem Stand erscheint ein Symbol im Display
Soll-Zustand

Behälter mindestens halb voll, im Winter mit Frostschutzkonzentrat, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter und Pegel zeigen, Einfüllöffnung beschreiben, Display-Warnsymbol erwähnen.

Häufige Fehler
  • Scheinwerferwaschanlage fordern, die nicht vorhanden ist
  • Frostschutzkonzentrat im Winter vergessen
  • Behälter verwechseln (Kühlflüssigkeit / Scheibenwasser)

Fahrschule Hercht §5.5

K8·F6 Plane / Spriegel (Zustand und Befestigung kontrollieren, prüfen ob Plane frei von Wasser, Schnee und Eis)
Prüfschritte
  1. 10 m nach hinten gehen für einen guten Blick auf das Dach
  2. Plane bzw. Container auf Wasseransammlungen prüfen — schweres Wasser belastet den Aufbau
  3. Im Winter: Schnee und Eis auf dem Dach / der Plane vollständig entfernen
  4. Spriegel (Plan-Gestänge) auf Beschädigung und festen Sitz prüfen
Soll-Zustand

Plane / Container frei von Wasser, Eis, Schnee; Spriegel unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Aus der Distanz mit ausgestrecktem Arm das Dach beschreiben und jede Auffälligkeit benennen.

Häufige Fehler
  • Schnee/Eis im Winter übersehen
  • Spriegel nicht kontrollieren
  • Nur direkt am Fahrzeug stehen und Dach nicht überblicken können

Fahrschule Hercht §6.7

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Aufgabenkarte · 9 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K9·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K9·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §2.5

K9·F3 Ölstand der Servolenkung prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrerhaus bei Bedarf kippen oder Servobehälter unter der Kabine ausfindig machen
  2. Ölstand am Behälter visuell prüfen (MIN / MAX)
  3. Moderne Fahrzeuge zeigen Unterschreitung zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Ölfarbe bewerten — nicht schwarz, nicht schaumig
Soll-Zustand

Ölstand zwischen MIN und MAX, keine Display-Warnung, saubere helle Ölfarbe.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und Pegel deuten; Display-Anzeige erwähnen; bei Bedarf Kabine kippen erklären (ohne Aufforderung zu kippen).

Häufige Fehler
  • Behälter verwechseln (Kupplung / Motoröl)
  • Ölfarbe nicht bewerten
  • Bei niedrigem Stand kein Nachfüll-Öl-Typ benennen

Fahrschule Hercht §3.10

K9·F4 Schluss-, Umrissleuchten hinten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Standlicht einschalten
  2. Umrissleuchten (äußere Lampen am Lampenkasten) prüfen
  3. Schlussleuchten (innere Lampen) prüfen
  4. Sauberkeit, Unversehrtheit und symmetrisches Leuchtbild kontrollieren
Soll-Zustand

Umriss- und Schlussleuchten hinten funktionsfähig, sauber, unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten und auf Umrissleuchte (außen) vs. Schlussleuchte (innen) deuten.

Häufige Fehler
  • Umriss- und Schlussleuchte verwechseln
  • Nur eine Seite prüfen
  • Verschmutzung übersehen

Fahrschule Hercht §4.6

K9·F5 Überprüfung der Scheibenwaschanlage und der Einstellung der Spritzdüsen
Prüfschritte
  1. Scheibenwaschanlage kurz betätigen
  2. Spritzbild beider Düsen beobachten — gleichmäßige Strahl-Verteilung
  3. Scheibenwischer nach dem Spritzen prüfen: beide Bereiche werden gewischt
  4. Bei Fehlspritzung: mit Nadel die Düse neu justieren
Soll-Zustand

Beide Düsen spritzen symmetrisch in die Wischfläche, Scheiben werden komplett gereinigt.

Was dem Prüfer zeigen

Waschanlage betätigen; Spritzbild von außen zeigen; Nadel-Justierung verbal erklären.

Häufige Fehler
  • Spritzbild ignorieren
  • Wischerblätter nicht mit berücksichtigen
  • Nur eine Düse prüfen

Fahrschule Hercht §5.6

K9·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen

Fahrschule Hercht §6.6

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Aufgabenkarte · 10 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K10·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K10·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen

Fahrschule Hercht §2.4

K10·F3 Sichtprüfung der Federung
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine klassische Stahlfederung (Schrauben-/Blattfedern) — keine Luftbälge, keine Druckluftanlage
  2. Fahrzeug umrunden und an jeder Achse die Federn sichten: keine Brüche, Risse, Verformungen oder Setzungen
  3. Federaufhängungen und Gummilager auf Risse / Beschädigungen prüfen
  4. Stoßdämpfer auf äußeren Öl- oder Fettaustritt prüfen
  5. Fahrzeug steht horizontal — keine Schräglage auf einer Seite
Soll-Zustand

Stahlfedern intakt, Gummilager rissfrei, Stoßdämpfer trocken, Fahrzeugniveau gleichmäßig.

Was dem Prüfer zeigen

An einer Achse exemplarisch Feder, Stoßdämpfer und Gummilager zeigen und „i.O." benennen; auf das gleichmäßige Fahrzeugniveau hinweisen.

Häufige Fehler
  • Nach Federbälgen oder einer Druckluftanlage suchen, die am C1 nicht existieren
  • Stoßdämpfer-Feuchtigkeit mit Straßennässe verwechseln
  • Nur eine Achse prüfen
  • Gummilager nicht beachten

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K10·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K10·F5 Überprüfung der Zustandsanzeige für die Luftfilteranlage
Prüfschritte
  1. Zustandsanzeige der Luftfilteranlage häufig am Ansaugstutzen am Motor montiert (Ring mit Schauglas)
  2. Grüner Bereich = Filter OK; roter Bereich = Filter verschmutzt, Wechsel fällig
  3. Moderne LKW zeigen den Zustand zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Bei Anzeige „rot" den Filter wechseln (nicht reinigen)
Soll-Zustand

Anzeigeschauglas im grünen Bereich, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Schauglas lokalisieren und Farbring erklären; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Zustandsanzeige verwechseln mit einer anderen Kontrolllampe
  • Luftfilter reinigen statt tauschen
  • Nur das Display beurteilen, Schauglas vergessen

Fahrschule Hercht §5.7

K10·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)

Fahrschule Hercht §6.2

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Tipp vom FahrlehrerBewertung: Nicht bestanden bei 2 Fehlern auf der gezogenen Karte oder bei 1 Fehler + Zweitfehler im selben Sachgebiet einer anderen Karte. Alle 10 Karten üben — die Sachgebiete wiederholen sich, die konkreten Aufgaben variieren. Quelle: Anlage 7 FeV + PrüfRiLi (Kartensystem).
Abfahrtkontrolle für Klasse C1
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Abfahrtkontrolle für Klasse C1

Die 6 Sachgebiete am C1-Fahrzeug — praxisnah erklärt.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse C1 · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

2 Grundfahraufgaben · 1 Pflicht + 1 Wahl · wie Klasse C

Identische Struktur wie Klasse C (Anlage 7 Nr. 2.1.4.3 FeV) — nur am kleineren Fahrzeug. Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung ist auch bei C1 keine Grundfahraufgabe.

1

Pflicht · Rückwärtsfahren und Versetzen nach rechts an eine Rampe

Rückwärts unter Versetzen nach rechts an Be-/Entladerampe — präzise Lenkung und Spiegelkontrolle.

2

Wahl · Rückwärts nach rechts (Einmündung/Kreuzung/Einfahrt)

Unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt rückwärts nach rechts.

3

Wahl · Rückwärts in Parklücke (Längsaufstellung)

In eine Längsparklücke rückwärts einparken.

4

Wahl · Rückwärts in Parklücke (Quer-/Schrägaufstellung)

In eine senkrechte oder schräge Parklücke rückwärts einparken. Der Prüfer wählt eine der drei Wahlaufgaben.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Bordsteinkontakt, mehrmaliges Korrigieren über zulässiges Maß, Anfahrfehler an der Rampe → nicht bestanden. Das C1-Fahrzeug lässt sich präziser rangieren als ein 40-Tonner — saubere Linien zeigen. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.3 FeV.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

Klasse C1E · Prüfzeit

Prüfungsdauer & Ablauf

ca. 85 Minuten
01

Abfahrtkontrolle

Wie C1 (Kartensystem) plus anhängerspezifische Prüfpunkte (Kupplung, Anhängerbremsanlage, elektrische Verbindung).

~15 Min
02

Ab- und Ankuppeln

Teil der fahrtechnischen Vorbereitung (nicht der Grundfahraufgaben): korrektes An- und Abkuppeln.

~10 Min
03

Grundfahraufgaben

2 Pflichtaufgaben gemäß Anlage 7 FeV: Rückwärts um Ecke links + Rückwärtsfahren geradeaus an Rampe.

~10 Min
04

Fahrt im Verkehr

Fahrt im Gespann auf Stadt, Landstraße und Autobahn/Kraftfahrstraße.

mind. 50 Min

Voraussetzung: Klasse C1. Gesamtdauer laut Anlage 7 FeV: 85 Min (davon mind. 50 Min Fahrt im Verkehr). Summe: 15 + 10 + 10 + 50 = 85 Min.

Klasse C1E · Abfahrtkontrolle

Abfahrtkontrolle

PrüfRiLi Anlage 10

Kartensystem wie C1 · zusätzlich anhängerspezifische Prüfpunkte

Die Abfahrtkontrolle bei C1E umfasst das Kartensystem der Klasse C1 (10 Karten, 6 Aufgaben aus 6 Sachgebieten) plus Anhänger-Komponenten. Der Prüfer kann gezielt Prüfpunkte am Gespann wählen.

Aufgabenkarte · 1 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K1·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K1·F2 Kontrolle des Standes der Bremsflüssigkeit
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine hydraulische Bremsanlage (wie ein PKW) — mit Bremsflüssigkeit
  2. Motorhaube öffnen und Bremsflüssigkeitsbehälter am Hauptbremszylinder finden
  3. Füllstand muss zwischen MIN und MAX stehen
  4. Farbe prüfen: hell/klar ist i.O., dunkel oder trüb → Werkstatt
  5. Behälter-Deckel geschlossen lassen (Bremsflüssigkeit zieht Feuchtigkeit)
  6. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Füllstand zwischen MIN und MAX, Bremsflüssigkeit hell/klar, Behälter trocken, Deckel dicht.

Was dem Prüfer zeigen

Motorhaube öffnen, den Behälter benennen, Füllstand zeigen und die DOT-Norm am Deckel (z.B. DOT 4) aktiv ansprechen.

Häufige Fehler
  • Behälter mit Kühlflüssigkeit oder Servoöl verwechseln
  • Den Deckel unnötig öffnen
  • DOT-Norm nicht benennen
  • Das hydraulische System mit Druckluft verwechseln
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K1·F3 Prüfen der Reifengröße anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) aufschlagen, Reifengröße und Last-/Geschwindigkeitsindex lesen
  2. Am Reifen die eingeprägte Kennzeichnung ablesen (z.B. 315/70 R 22,5 156/150 L)
  3. Werte abgleichen: Reifen darf nicht niedriger eingestuft sein als Fahrzeugschein fordert
  4. Vorderachse: Geschwindigkeitsindex des Reifens ≥ Fahrzeugschein-Wert
  5. Hinterachse: zusätzlich Tragfähigkeitsindex ≥ Fahrzeugschein-Wert
  6. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Reifengröße, Last- und Geschwindigkeitsindex entsprechen mindestens den Vorgaben im Fahrzeugschein.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger die Angabe im Fahrzeugschein zeigen, dann mit Taschenlampe die gleichen Werte am Reifen zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur den Reifen ablesen, Fahrzeugschein ignorieren
  • Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitsindex verwechseln
  • Achsspezifische Unterschiede (Vorder-/Hinterachse) nicht erwähnen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.1

K1·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K1·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K1·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 2 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K2·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K2·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat keine Druckluft — deshalb auch keine klassische Niederdruck-Warnung wie beim LKW
  2. Stattdessen: Zündung einschalten (Motor aus) — im Kombi-Instrument leuchten die Brems-Kontrollleuchten als Selbsttest auf (rotes Ausrufezeichen im Dreieck, ABS, Feststellbremse)
  3. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  4. Bremspedal kurz durchtreten: fester Druckpunkt, kein weicher oder nachgebender Pedalweg
  5. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Alle Brems-Warnleuchten absolvieren den Selbsttest und gehen nach Motorstart aus; Pedalweg fest.

Was dem Prüfer zeigen

Auf das Kombi-Instrument deuten, Brems-, ABS- und Feststellbremsleuchte einzeln benennen und erklären, warum Druckluft-Warnung hier nicht zutrifft.

Häufige Fehler
  • Nach einem Manometer / Druckluft-Warner suchen
  • Den hydraulischen Charakter der Bremse nicht aktiv ansprechen
  • Die Feststellbrems-Warnung vergessen
  • Den Selbsttest mit abgestelltem Motor nicht abwarten
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K2·F3 Prüfen der Tragfähigkeit und der Höchstgeschwindigkeit der Reifen anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I
Prüfschritte
  1. Zulassungsbescheinigung Teil I, Felder O.1 / O.2 (zulässige Achslasten) heranziehen
  2. Reifen: Tragfähigkeitsindex pro Reifen ablesen (Beispiel: „156" = 4000 kg je Reifen)
  3. Achslast / Anzahl Reifen pro Achse ≤ Tragfähigkeit je Reifen
  4. Geschwindigkeitsindex am Reifen (Buchstabe) mindestens so hoch wie Zulassungshöchstgeschwindigkeit
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Tragfähigkeitsreserve pro Reifen vorhanden; Geschwindigkeitsindex deckt bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit.

Was dem Prüfer zeigen

Die Last-/Geschwindigkeitskennzeichnung am Reifen mit Taschenlampe, die vgl. Werte im Fahrzeugschein zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur Tragfähigkeit, nicht Geschwindigkeit prüfen
  • Wert pro Achse statt pro Reifen rechnen
  • Abgefahrene oder nachträglich ersetzte Reifen nicht gegen Fahrzeugschein abgleichen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.2

K2·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K2·F5 Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitungen, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes
Prüfschritte
  1. Motor abstellen und abkühlen lassen (nie bei heißem Motor öffnen!)
  2. Ausgleichsbehälter für Kühlflüssigkeit finden (häufig hinter der Kabine)
  3. Pegel zwischen MIN und MAX bzw. knapp unter dem Einfüllstutzen
  4. Kühler und Kühlleitungen auf Leckagen prüfen
  5. Unter dem LKW schauen, ob sich eine Wasserlache bildet
  6. Bei zu wenig Kühlflüssigkeit warnt das Cockpit-Display
Soll-Zustand

Pegel im Sollbereich, keine sichtbaren Tropfspuren oder Lachen, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und auf Markierungen deuten; unter das Fahrzeug schauen; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Behälter bei heißem Motor öffnen (Verbrühungsgefahr)
  • Kühlflüssigkeit mit Bremsflüssigkeit verwechseln (LKW hat keine)
  • Unterboden nicht auf Lecks prüfen

Fahrschule Hercht §5.1

K2·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.2

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Aufgabenkarte · 3 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K3·F1 Bedeutung der Kontrolllampen des EG-Kontrollgeräts; Ausfall des Geräts
Prüfschritte
  1. Beim Einschalten die Kontrollleuchte am EG-Kontrollgerät beobachten
  2. Warnsymbol „TCO" bzw. „!" benennen — bedeutet Störung oder Ausfall
  3. Bei Ausfall: Fahrt trotzdem antreten, nach Dienstschluss schriftlich mit Zeit und Grund dokumentieren
  4. Werkstatt innerhalb 7 Tagen kontaktieren; Reparatur spätestens bei Rückkehr am Betriebssitz
Soll-Zustand

Keine Dauerwarnung am Gerät. Bei Ausfall kennt der Fahrer die Dokumentations- und Meldepflicht.

Was dem Prüfer zeigen

Display-Anzeige beschreiben, welche Symbole/Leuchten eine Störung signalisieren. Erläutern: manuelle Aufzeichnung + Meldepflicht.

Häufige Fehler
  • Meldepflicht nicht kennen („fahre einfach weiter")
  • Manuellen Nachweis bei Ausfall nicht erwähnen
  • TCO-Warnung mit anderem Symbol verwechseln

Fahrschule Hercht §1.3

K3·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
  5. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Hercht §2.5

K3·F3 Sichtprüfung des Sitzes der Radmuttern
Prüfschritte
  1. Jede Radmutter einzeln visuell kontrollieren
  2. Rotbraune Rostfahne unter der Mutter = Zeichen einer losen Mutter (Luftspalt)
  3. Radmuttern auf Vollzähligkeit prüfen — keine darf fehlen
  4. Anzugsdrehmoment nach Herstellerangabe (Bedienungsanleitung)
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Alle Muttern vorhanden, fest angezogen, keine Rostfahne, keine Korrosionsspuren.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger an jeder Mutter vorbeifahren und dabei verbal bestätigen „fest, keine Rostfahne".

Häufige Fehler
  • Muttern nur zählen, nicht auf Rostfahne prüfen
  • Sollwerte des Drehmoments nicht kennen
  • Nur die gut sichtbaren Muttern kontrollieren
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.4

K3·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K3·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K3·F6 Verbandkasten
Prüfschritte
  1. Verbandkasten nach DIN 13164 aufsuchen (Kabine oder Stauraum)
  2. Haltbarkeitsdatum am Inhalt prüfen — insbesondere sterile Artikel
  3. Vollständigkeit anhand der Inhaltsliste
  4. DIN-Nummer auf dem Kasten-Label kontrollieren
  5. Fehlende / abgelaufene Artikel sofort ersetzen
  6. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Kasten mit gültigem DIN 13164, Haltbarkeit nicht überschritten, vollständig.

Was dem Prüfer zeigen

Kasten öffnen, Haltbarkeitsdatum am Label zeigen, einige Artikel anheben um „vollständig" zu demonstrieren.

Häufige Fehler
  • Haltbarkeitsdatum nicht kontrollieren
  • DIN-Nummer nicht benennen
  • Kasten schwer erreichbar verstaut
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.3

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Aufgabenkarte · 4 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K4·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K4·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
  4. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Hercht §2.4

K4·F3 Prüfen des Reifenzustandes (Profil, Beschädigung, Fremdkörper) und des Reifendruckes
Prüfschritte
  1. Profiltiefe mit Profiltiefenmesser oder anhand der TWI-Indikatoren prüfen — Mindestprofil 1,6 mm (LKW-Empfehlung 3 mm)
  2. Flanken auf Risse, Porosität, Beulen, ungleichmäßige Abnutzung untersuchen
  3. Zwischen Zwillingsreifen nach Fremdkörpern (Steine, Äste, Nägel) tasten
  4. Reifendruck anhand des Aufklebers oder der Betriebsanleitung prüfen, ggf. Füllgerät einsetzen
  5. Auswölbungen der Flanke = zu wenig Luft
  6. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Profiltiefe ≥ 1,6 mm, keine sichtbaren Schäden, Druck im Sollbereich, Zwillinge frei von Fremdkörpern.

Was dem Prüfer zeigen

Profiltiefenmesser ansetzen und Messwert verbal ausrufen; Flanken Stück für Stück zeigen; in Zwillingsreifen hineinfassen.

Häufige Fehler
  • Nur einen Reifen statt alle prüfen
  • Zwillingsreifen nicht einzeln begutachten
  • Sollwert des Reifendrucks nicht benennen können
  • Beschädigungen an der Innenflanke übersehen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.3

K4·F4 Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Hupe kurz betätigen — akustisch wahrnehmbar
  2. Lichthupe betätigen und kontrollieren (durch Helfer vor dem Fahrzeug)
  3. Warnblinklicht einschalten — alle vier Blinker + Kontrollleuchte prüfen
  4. Seitenmarkierungsleuchten (bei längeren Fahrzeugen) einzeln prüfen
  5. Alle Leuchten auf Sauberkeit und Beschädigung kontrollieren
Soll-Zustand

Alle akustischen und optischen Warneinrichtungen funktionsfähig.

Was dem Prüfer zeigen

Hupe drücken, Lichthupe demonstrieren, Warnblinker aktivieren und jede Ecke des Fahrzeugs abschreiten.

Häufige Fehler
  • Nur eine Warneinrichtung prüfen
  • Seitenmarkierungsleuchten übersehen
  • Lichthupe nicht mitprüfen

Fahrschule Hercht §4.3

K4·F5 Dichtheit der Kraftstoffanlage, Kraftstoffleitung, Kraftstoffvorrat prüfen
Prüfschritte
  1. Tankanzeige im Cockpit ablesen oder Tankstab seitlich einführen
  2. Kraftstofffüllstand verbal benennen
  3. Tankverschluss auf festen Sitz und Dichtheit prüfen
  4. Kraftstoffleitungen bis zum Motor visuell auf Leckage untersuchen
  5. AdBlue-Vorrat (bei SCR-Fahrzeugen) zusätzlich prüfen
Soll-Zustand

Kraftstoff ausreichend, Tankverschluss dicht, keine Leckage an Leitungen oder Kupplungen.

Was dem Prüfer zeigen

Tankanzeige zeigen; Tankdeckel anfassen; mit Taschenlampe Leitungen verfolgen.

Häufige Fehler
  • Nur Tankanzeige prüfen, Leitungen ignorieren
  • AdBlue vergessen
  • Tankdeckel nicht auf festen Sitz prüfen

Fahrschule Hercht §5.3

K4·F6 Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)
Prüfschritte
  1. Warnleuchte: Akkustand testen (Ein-/Aus-Test), Wellenlinie-Prüfzeichen kontrollieren, standfest aufstellbar
  2. Warndreieck: mit Prüfzeichen (Wellenlinie), vollständig, Stellbügel intakt
  3. Warnweste: nach DIN EN ISO 20471, griffbereit in der Fahrerkabine
  4. Unterbringung erläutern — alles in der Kabine griffnah
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Warnleuchte funktionsfähig mit Prüfzeichen, Warndreieck komplett, Warnweste in DIN-Konformität in der Kabine.

Was dem Prüfer zeigen

Fach öffnen, Gegenstände einzeln herausnehmen und benennen; Test der Warnleuchte live durchführen.

Häufige Fehler
  • Warnleuchte ohne Funktionstest „vorhanden" melden
  • Warnweste nicht in der Kabine (im Aufbau)
  • Prüfzeichen am Warndreieck übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.1

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Aufgabenkarte · 5 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K5·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K5·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft herstellen
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine hydraulische Bremsanlage — kein Luftpresser, kein Vorratsdruck, kein Abschaltdruck (11 bar), kein Abblasen
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Zündung ein — Brems-Warnleuchten auf Selbsttest beobachten
  4. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  5. Bremspedal kurz antippen: sofort fester Druckpunkt → hydraulisch ohne Wartezeit fahrbereit
  6. Feststellbremse lösen
  7. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Nach dem Start sind alle Brems-Warnleuchten aus, der Bremskreis hat sofort einen festen Druckpunkt, die Feststellbremse lässt sich normal lösen.

Was dem Prüfer zeigen

Erklären, warum keine Wartezeit auf Vorratsdruck nötig ist; Warnleuchten-Selbsttest verbalisieren; Pedal antippen und „fester Druckpunkt" sagen.

Häufige Fehler
  • Einen Abschaltdruck von 11 bar nennen, obwohl nicht zutreffend
  • Auf ein zischendes Abblasen warten, das nie kommt
  • Einen weichen Pedalweg als „normal" abtun
  • Den hydraulischen Charakter nicht aktiv benennen
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K5·F3 Prüfen der Felgen auf Beschädigung
Prüfschritte
  1. Felge zwischen den Radmuttern auf Risse untersuchen
  2. Felgenbett auf Verformung, Kerben, Schläge prüfen
  3. Besonderes Augenmerk um die Radmutternsitze (höchste Belastung)
  4. Bei Alufelgen zusätzlich auf Korrosion achten
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Felge ohne Risse, Felgenbett formstabil, keine Verformungen im Bereich der Radmuttern.

Was dem Prüfer zeigen

Felge rundum zeigen, mit der Hand über Radmutternsitze fahren und jeweils „ok" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur Außenseite der Felge prüfen
  • Felgenbett vergessen
  • Risse um die Radmutternsitze übersehen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.5

K5·F4 Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrlehrer / Prüfer ins Fahrerhaus bitten (oder Fernbedienung nutzen)
  2. Standlicht einschalten — rundum prüfen
  3. Abblendlicht einschalten — Reinheit, Symmetrie, beide Lampen
  4. Fernlicht — beide Scheinwerfer aktiv, Kontrollleuchte im Cockpit
  5. Umrissleuchten vorne (Begrenzungsleuchten) einzeln prüfen
Soll-Zustand

Alle Frontleuchten funktionsfähig, sauber, keine Beschädigung, Symmetrie links/rechts.

Was dem Prüfer zeigen

Vor das Fahrzeug treten, nacheinander Funktionen ein-/ausschalten lassen und „links/rechts in Ordnung" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Nur eine Seite prüfen
  • Fernlichtkontrolle im Cockpit vergessen
  • Verschmutzung nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.1

K5·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K5·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.6

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 6 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K6·F1 Ausfüllen des Schaublattes des EG-Kontrollgeräts bzw. Abmelden am EG-Kontrollgerät am Ende einer Fahrt
Prüfschritte
  1. Fahrertaste 1 längere Zeit gedrückt halten
  2. Im Menü „Unternehmen abmelden" mit „JA" bestätigen
  3. Fahrerkarte entnehmen
  4. Tätigkeitsschalter auf „Ruhezeit" stellen
Soll-Zustand

Karte erfolgreich ausgeworfen, Display zeigt Ruhezeit.

Was dem Prüfer zeigen

Den Ablauf am Gerät demonstrieren und benennen, warum die Karte am Schichtende entnommen wird.

Häufige Fehler
  • Karte ohne Abmeldung ziehen (Datenverlust möglich)
  • Tätigkeit nach Abmeldung nicht auf „Ruhezeit" stellen
  • Die Kurzauswurftaste statt der Menüführung nutzen

Fahrschule Hercht §1.6

K6·F2 Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft feststellen
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine hydraulische Bremsanlage — kein Luftpresser, kein Vorratsdruck, kein Abschaltdruck (11 bar), kein Abblasen
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Zündung ein — Brems-Warnleuchten auf Selbsttest beobachten
  4. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  5. Bremspedal kurz antippen: sofort fester Druckpunkt → hydraulisch ohne Wartezeit fahrbereit
  6. Feststellbremse lösen
  7. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Nach dem Start sind alle Brems-Warnleuchten aus, der Bremskreis hat sofort einen festen Druckpunkt, die Feststellbremse lässt sich normal lösen.

Was dem Prüfer zeigen

Erklären, warum keine Wartezeit auf Vorratsdruck nötig ist; Warnleuchten-Selbsttest verbalisieren; Pedal antippen und „fester Druckpunkt" sagen.

Häufige Fehler
  • Einen Abschaltdruck von 11 bar nennen, obwohl nicht zutreffend
  • Auf ein zischendes Abblasen warten, das nie kommt
  • Einen weichen Pedalweg als „normal" abtun
  • Den hydraulischen Charakter nicht aktiv benennen
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K6·F3 Prüfung der Reserveradsicherung
Prüfschritte
  1. Am modernen Prüfungs-LKW meist kein Reserverad vorhanden — Umstand aktiv erklären
  2. Falls vorhanden: Sicherungsseil/-halterung prüfen, Reifendruck am Reserverad kontrollieren
  3. Pannenset (Tirefit) oder Abschleppdienst-Vertrag als Ersatz benennen
  4. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Entweder Reserverad gesichert und einsatzbereit — oder Alternative (Pannenset, Service-Vertrag) kann benannt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Leeren Reserveradhalter zeigen und erklären, warum moderne LKW häufig keines mehr mitführen.

Häufige Fehler
  • Reserverad erwarten, wo keines ist
  • Sicherung nur oberflächlich prüfen
  • Kein Alternativkonzept bei „nicht vorhanden" benennen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.6

K6·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K6·F5 Kontrolle des Motorölstandes
Prüfschritte
  1. Fahrzeug auf ebenem Boden, Motor abgestellt, einige Minuten Wartezeit
  2. Menü-Taste am Lenkrad → „Fahrzeugcheck" → „Öle"
  3. Ölstand zwischen MIN und MAX — elektronische Anzeige im Display
  4. Alternativ (bei älteren Fahrzeugen): Ölmessstab ziehen, abwischen, erneut einführen, ablesen
  5. Bei Unterschreitung: Öltyp aus der Betriebsanleitung nachfüllen
Soll-Zustand

Ölstand-Anzeige zwischen MIN und MAX, keine Warnung im Display.

Was dem Prüfer zeigen

Menü-Aufruf am Display demonstrieren; bei Bedarf Ölmessstab zeigen; Nachfüllprozedur kurz erklären.

Häufige Fehler
  • Ölstand bei laufendem Motor prüfen
  • Messstab nicht sauber abwischen
  • Falschen Öltyp benennen

Fahrschule Hercht §5.2

K6·F6 Sichtprüfung der Anhängekupplung
Prüfschritte
  1. Fangmaul auf Risse, Kerben, Deformationen prüfen
  2. Traverse (Kupplungsträger) auf Risse kontrollieren, auf Rostfahnen an Schrauben achten
  3. Sicherungsstift prüfen — muss fest eingerastet sein
  4. Kupplungsbolzen: Neu 38 mm Durchmesser; Verschleißgrenze 36,5 mm (1,5 mm Abrieb zulässig)
  5. Kupplungs-Selbsttest: Auflauf-Funktion verbal erklären
  6. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Fangmaul unbeschädigt, Traverse rissfrei, Sicherungsstift eingerastet, Bolzendurchmesser ≥ 36,5 mm.

Was dem Prüfer zeigen

Fangmaul mit Taschenlampe ausleuchten, Sicherungsstift zeigen, Bolzenmaß anhand Messschieber erklären.

Häufige Fehler
  • Sicherungsstift nicht zeigen / nicht einrasten lassen
  • Verschleißmaß 36,5 mm nicht kennen
  • Traverse-Rostfahnen übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.5

Tippen zum Aufklappen — Swipe für nächste Karte
Aufgabenkarte · 7 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K7·F1 Aufgaben vor Fahrtantritt am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten, bis Anzeige am digitalen Kontrollgerät aktiv wird
  2. Taste „Fahrer 1" gedrückt halten — Fahrerkarte einlegen (Chip nach oben, Pfeil voran)
  3. Manuellen Nachtrag bestätigen oder überspringen (länder- und anbieterspezifische Menüführung)
  4. Uhrzeit und Kilometerstand im Display auf Plausibilität prüfen
Soll-Zustand

Fahrerkarte erfolgreich eingelesen, Gerät zeigt Fahrername, aktuelle Tätigkeit steht auf „Arbeitszeit" oder „Bereitschaft".

Was dem Prüfer zeigen

Fahrerkarte mit Chip nach oben in den Schlitz „Fahrer 1" einführen; Display nach Einlesen zeigen und Fahrername bestätigen.

Häufige Fehler
  • Fahrerkarte falsch herum einführen (Chip nach unten)
  • Manuellen Nachtrag ohne zu prüfen weg-bestätigen
  • Vor dem Einlegen Zündung nicht einschalten

Fahrschule Hercht §1.1, BKF Ulm Sachgebiet EG-Kontrollgerät Aufgabe 1

K7·F2 Prüfen der Druckwarneinrichtung
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat keine Druckluft — deshalb auch keine klassische Niederdruck-Warnung wie beim LKW
  2. Stattdessen: Zündung einschalten (Motor aus) — im Kombi-Instrument leuchten die Brems-Kontrollleuchten als Selbsttest auf (rotes Ausrufezeichen im Dreieck, ABS, Feststellbremse)
  3. Motor starten — alle Brems-Warnleuchten müssen erlöschen
  4. Bremspedal kurz durchtreten: fester Druckpunkt, kein weicher oder nachgebender Pedalweg
  5. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Alle Brems-Warnleuchten absolvieren den Selbsttest und gehen nach Motorstart aus; Pedalweg fest.

Was dem Prüfer zeigen

Auf das Kombi-Instrument deuten, Brems-, ABS- und Feststellbremsleuchte einzeln benennen und erklären, warum Druckluft-Warnung hier nicht zutrifft.

Häufige Fehler
  • Nach einem Manometer / Druckluft-Warner suchen
  • Den hydraulischen Charakter der Bremse nicht aktiv ansprechen
  • Die Feststellbrems-Warnung vergessen
  • Den Selbsttest mit abgestelltem Motor nicht abwarten
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K7·F3 Funktion der Lenkhilfe prüfen
Prüfschritte
  1. Motor abschalten, Zündung aus
  2. Lenkrad mit mäßigem Kraftaufwand nach links / rechts ziehen — Lenkung sollte schwergängig sein
  3. Motor starten
  4. Lenkung wird schlagartig leichtgängig — die Servopumpe arbeitet
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Deutlicher Unterschied zwischen „Motor aus" (schwer) und „Motor an" (leicht) — Servolenkung funktioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Lenkrad bei stehendem Motor ziehen, dann Motor starten und erneut ziehen — den Unterschied kommentieren.

Häufige Fehler
  • Nur bei laufendem Motor testen (Vergleich fehlt)
  • Lenkung bei stehendem Fahrzeug bewegen, das auf Lenkrollen steht (verfälscht)
  • Unterschied nicht verbal beschreiben
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.8

K7·F4 Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen
Prüfschritte
  1. Zündung an, Bremslicht durch Helfer betätigen lassen
  2. Schlussleuchten, Bremsleuchten einzeln prüfen (links / rechts / Symmetrie)
  3. Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen gleichmäßig ausgeleuchtet
  4. Rückstrahler (Reflektoren) auf Vorhandensein und Unbeschädigtheit
  5. Rückfahrleuchte bei eingelegtem Rückwärtsgang testen
Soll-Zustand

Alle Hecksignalgeber funktionieren, Kennzeichen lesbar beleuchtet, Rückstrahler unversehrt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten, Helfer betätigen zu lassen, jede Funktion einzeln bestätigen.

Häufige Fehler
  • Rückstrahler mit Rückfahrleuchte verwechseln
  • Kennzeichenbeleuchtung übersehen
  • Symmetrie nicht benennen

Fahrschule Hercht §4.2

K7·F5 Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)
Prüfschritte
  1. Keilriemen gemeint — Fahrerhaus muss dafür theoretisch gekippt werden (Prüfung verlangt das NICHT aktiv)
  2. Ohne Kippen: durch Lüftungsschlitze oder Fronthaube nach Keilriemen sehen
  3. Oberfläche auf Risse und Ausfransungen prüfen
  4. Spannung: an der längsten freien Stelle Riemen 90° verdrehen können, ca. 1 cm Durchdrückweg
  5. Erklären, dass Nebenaggregate = Lichtmaschine, Servopumpe, Wasserpumpe
Soll-Zustand

Keilriemen unbeschädigt, korrekt gespannt, alle Nebenaggregate laufen ohne Nebengeräusche.

Was dem Prüfer zeigen

Frontklappe öffnen, Keilriemen lokalisieren, Durchdrückprobe verbal simulieren; Nebenaggregate benennen.

Häufige Fehler
  • Fahrerhaus tatsächlich kippen (nicht gefordert)
  • Riemen nur optisch prüfen, Spannung nicht erwähnen
  • Nebenaggregate nicht benennen

Fahrschule Hercht §5.4

K7·F6 Bordwände, Verschlüsse, Gepäckklappen, Ladeeinrichtung, Ladungssicherung (Zustandskontrolle)
Prüfschritte
  1. Bordwände: Container an den Twist-Lock-Zapfen („Pilz") gesichert, Stützen/Scharniere verriegelt
  2. Verschlüsse / Gepäckklappen: alle geschlossen und gesichert
  3. Ladeeinrichtung (z.B. Hubbühne): im Prüfungsfall oft nicht vorhanden
  4. Ladungssicherung: je nach Prüfungsfahrzeug — formschlüssig (Stirnwand, Rungen) oder kraftschlüssig (Gurte, Netze, Spannketten)
  5. Bei Planenfahrzeug: Plane ohne Risse, Seile gespannt, Ösen intakt
  6. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Gesamter Aufbau verschlossen und gesichert, Ladung (falls vorhanden) korrekt nach § 22 StVO gesichert.

Was dem Prüfer zeigen

Einmal rundum am Aufbau entlanggehen und jede Schließung (Pilz, Haken, Gurt) kurz anfassen.

Häufige Fehler
  • Nur Bordwände prüfen, Verschlüsse vergessen
  • Sicherungsmittel nicht erklären können
  • Plane mit Wasser/Eis übersehen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.4

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Aufgabenkarte · 8 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K8·F1 Bedienung der Schalter am EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Taste „1" (Fahrer 1) — Tätigkeitsart wechseln (Ruhezeit / Bereitschaft / Arbeit)
  2. Taste „2" (Fahrer 2) — gleiche Funktion für Beifahrer
  3. Pfeil links = Zurück / Abbruch; Pfeile hoch/runter = Menü-Navigation
  4. „OK" = Bestätigung / Menü aufrufen
  5. Auswurftaste für Papierrolle bzw. Fahrerkarten-Entnahme
Soll-Zustand

Jede Schalterfunktion kann benannt und ihre Wirkung am Display gezeigt werden.

Was dem Prüfer zeigen

Jeden Schalter einzeln betätigen, Reaktion im Display zeigen und mit Worten erklären.

Häufige Fehler
  • Nur „Fahrer 1" erklären, aber „Fahrer 2" auslassen
  • OK-/Pfeil-Tasten verwechseln
  • Papier-Auswurftaste vergessen zu zeigen

Fahrschule Hercht §1.2

K8·F2 Wirkung des Lufttrockners bzw. Vorrat des Frostschutzmittels prüfen
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat keine Druckluft — also auch keinen Lufttrockner und keinen Frostschutzbehälter für die Bremsanlage
  2. Dem Prüfer diese Besonderheit aktiv erklären
  3. Stattdessen Kühlmittel-Ausgleichsbehälter zeigen, Füllstand zwischen MIN und MAX
  4. Frostschutz über Farbe/Konzentration erläutern (Auslegung typ. bis ca. −25 °C)
  5. Zusätzlich: Frostschutz im Scheibenwaschwasser-Behälter erwähnen
  6. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Der Prüfling erklärt aktiv, dass die hydraulische Bremse keinen Lufttrockner braucht, und weist den Kühlmittel-Frostschutz korrekt nach.

Was dem Prüfer zeigen

Kühlmittelbehälter und Waschwasserbehälter nennen und den Frostschutz anhand der typischen Farbe benennen.

Häufige Fehler
  • Nach einem Ablassventil unter Druckluftbehältern suchen
  • Kühlmittel-Frostschutz mit Scheibenwasch-Frostschutz verwechseln
  • Den Kühlmittelbehälter bei heißem Motor öffnen
  • Nicht erklären, warum es keinen Lufttrockner gibt
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K8·F3 Lenkungsspiel prüfen
Prüfschritte
  1. Motor starten — Servolenkung in Betrieb
  2. Lenkrad hin und her bewegen, bis die Räder folgen
  3. Spiel zwischen Lenkrad-Beginn der Bewegung und Rad-Reaktion messen
  4. Akzeptables Spiel: maximal zwei Finger breit (ca. 30 mm)
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Lenkspiel bei laufendem Motor unter 30 mm (zwei Finger) — präzise Lenkung.

Was dem Prüfer zeigen

Zwei Finger seitlich am Lenkrad anhalten, Lenkrad in beide Richtungen bewegen und Grenzwert benennen.

Häufige Fehler
  • Bei stehendem Motor messen (verfälscht)
  • Fingerbreite als „irgendwie drei Finger" angeben
  • Nur eine Richtung testen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.9

K8·F4 Batterie (Anschlüsse, Befestigung) prüfen
Prüfschritte
  1. Batteriekasten (meist seitlich am Rahmen) öffnen
  2. Befestigung der Batterie auf festen Sitz prüfen
  3. Pole auf festen Sitz und Korrosionsfreiheit kontrollieren
  4. Pole sollten mit Polfett geschützt sein
  5. Sicht auf Flüssigkeitsverlust / Beschädigung am Gehäuse
Soll-Zustand

Batterie fest fixiert, Pole korrosionsfrei und gefettet, Gehäuse unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Batteriekasten öffnen, einzeln Befestigung, Pole und Gehäuse zeigen.

Häufige Fehler
  • Nur auf Korrosion prüfen, Befestigung vergessen
  • Polfett nicht erwähnen
  • Batteriekasten nicht finden

Fahrschule Hercht §4.4

K8·F5 Flüssigkeitsvorrat in Scheiben- und Scheinwerferwaschanlage kontrollieren
Prüfschritte
  1. Beifahrertür öffnen — Wasservorratsbehälter häufig hinter der Klappe
  2. Pegel am Behälter visuell prüfen
  3. Scheinwerferwaschanlage entfällt an den meisten Prüfungs-LKW
  4. Bei niedrigem Stand erscheint ein Symbol im Display
Soll-Zustand

Behälter mindestens halb voll, im Winter mit Frostschutzkonzentrat, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter und Pegel zeigen, Einfüllöffnung beschreiben, Display-Warnsymbol erwähnen.

Häufige Fehler
  • Scheinwerferwaschanlage fordern, die nicht vorhanden ist
  • Frostschutzkonzentrat im Winter vergessen
  • Behälter verwechseln (Kühlflüssigkeit / Scheibenwasser)

Fahrschule Hercht §5.5

K8·F6 Plane / Spriegel (Zustand und Befestigung kontrollieren, prüfen ob Plane frei von Wasser, Schnee und Eis)
Prüfschritte
  1. 10 m nach hinten gehen für einen guten Blick auf das Dach
  2. Plane bzw. Container auf Wasseransammlungen prüfen — schweres Wasser belastet den Aufbau
  3. Im Winter: Schnee und Eis auf dem Dach / der Plane vollständig entfernen
  4. Spriegel (Plan-Gestänge) auf Beschädigung und festen Sitz prüfen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Plane / Container frei von Wasser, Eis, Schnee; Spriegel unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Aus der Distanz mit ausgestrecktem Arm das Dach beschreiben und jede Auffälligkeit benennen.

Häufige Fehler
  • Schnee/Eis im Winter übersehen
  • Spriegel nicht kontrollieren
  • Nur direkt am Fahrzeug stehen und Dach nicht überblicken können
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.7

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Aufgabenkarte · 9 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K9·F1 Benennen der Symbole auf dem EG-Kontrollgerät
Prüfschritte
  1. Bett-Symbol = Ruhezeit
  2. Quadrat mit Querbalken = Bereitschaftszeit
  3. Zwei gekreuzte Hämmer = Arbeitszeit
  4. Lenkrad-Symbol = Lenkzeit (aktiviert automatisch ab > 5 km/h)
Soll-Zustand

Alle vier Symbole werden sicher benannt und der Zweck erklärt.

Was dem Prüfer zeigen

Symbole auf der Bedienungsanleitung oder im Display zeigen und jeweils die Tätigkeitsart zuordnen.

Häufige Fehler
  • Bereitschaft und Arbeitszeit verwechseln
  • Lenkrad-Symbol als manuelle Auswahl statt automatisch beschreiben
  • Bett-Symbol mit Pausensymbol gleichsetzen (beides existiert)

Fahrschule Hercht §1.4

K9·F2 Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse
Prüfschritte
  1. Scheibenbremsen an Rad-Innenseite auf Risse und Abnutzung prüfen
  2. Im Fahrerdisplay Menü „Fahrzeugcheck" → „Bremsbeläge" öffnen
  3. Belagstärke aller Räder ablesen und mit Mindestwert vergleichen
  4. Feststellbremse: Hebel/Taster ziehen, Fahrzeug gegen Wegrollen testen
  5. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Bremsscheiben ohne Risse, Belagstärke im grünen Bereich, Feststellbremse hält das Fahrzeug sicher.

Was dem Prüfer zeigen

Bremsscheibe durch die Felgenöffnung zeigen; Display mit Belagstärke aufrufen; Feststellbremse aktivieren.

Häufige Fehler
  • Nur ein Rad kontrollieren
  • Belaganzeige im Display nicht finden
  • Feststellbremse nicht mitprüfen
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Hercht §2.5

K9·F3 Ölstand der Servolenkung prüfen
Prüfschritte
  1. Fahrerhaus bei Bedarf kippen oder Servobehälter unter der Kabine ausfindig machen
  2. Ölstand am Behälter visuell prüfen (MIN / MAX)
  3. Moderne Fahrzeuge zeigen Unterschreitung zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Ölfarbe bewerten — nicht schwarz, nicht schaumig
  5. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Ölstand zwischen MIN und MAX, keine Display-Warnung, saubere helle Ölfarbe.

Was dem Prüfer zeigen

Behälter zeigen und Pegel deuten; Display-Anzeige erwähnen; bei Bedarf Kabine kippen erklären (ohne Aufforderung zu kippen).

Häufige Fehler
  • Behälter verwechseln (Kupplung / Motoröl)
  • Ölfarbe nicht bewerten
  • Bei niedrigem Stand kein Nachfüll-Öl-Typ benennen
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Hercht §3.10

K9·F4 Schluss-, Umrissleuchten hinten, Funktion prüfen
Prüfschritte
  1. Standlicht einschalten
  2. Umrissleuchten (äußere Lampen am Lampenkasten) prüfen
  3. Schlussleuchten (innere Lampen) prüfen
  4. Sauberkeit, Unversehrtheit und symmetrisches Leuchtbild kontrollieren
Soll-Zustand

Umriss- und Schlussleuchten hinten funktionsfähig, sauber, unbeschädigt.

Was dem Prüfer zeigen

Hinter das Fahrzeug treten und auf Umrissleuchte (außen) vs. Schlussleuchte (innen) deuten.

Häufige Fehler
  • Umriss- und Schlussleuchte verwechseln
  • Nur eine Seite prüfen
  • Verschmutzung übersehen

Fahrschule Hercht §4.6

K9·F5 Überprüfung der Scheibenwaschanlage und der Einstellung der Spritzdüsen
Prüfschritte
  1. Scheibenwaschanlage kurz betätigen
  2. Spritzbild beider Düsen beobachten — gleichmäßige Strahl-Verteilung
  3. Scheibenwischer nach dem Spritzen prüfen: beide Bereiche werden gewischt
  4. Bei Fehlspritzung: mit Nadel die Düse neu justieren
Soll-Zustand

Beide Düsen spritzen symmetrisch in die Wischfläche, Scheiben werden komplett gereinigt.

Was dem Prüfer zeigen

Waschanlage betätigen; Spritzbild von außen zeigen; Nadel-Justierung verbal erklären.

Häufige Fehler
  • Spritzbild ignorieren
  • Wischerblätter nicht mit berücksichtigen
  • Nur eine Düse prüfen

Fahrschule Hercht §5.6

K9·F6 Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)
Prüfschritte
  1. Frontscheibe auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen: Risse, Steinschläge, Kratzer
  2. Seitenscheiben und Spiegel / Kameras: Sauberkeit, Einstellung, Unversehrtheit
  3. Bei Kamerasystem: Monitor auf klares Bild prüfen
  4. Verschmutzungen sofort entfernen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Alle Sichtfenster und Spiegel/Kameras sauber, unbeschädigt und korrekt eingestellt.

Was dem Prüfer zeigen

Von außen um das Fahrzeug gehen und jede Scheibe/jeden Spiegel/Kamera einzeln zeigen und „sauber, intakt" bestätigen.

Häufige Fehler
  • Kamera-Monitor nicht mit prüfen
  • Nur Frontscheibe, nicht auch Seite
  • Risse mit Normalbeschädigung gleichsetzen
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.6

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Aufgabenkarte · 10 / 10

6 Prüfaufgaben aus allen Sachgebieten

K10·F1 Überprüfung eines Schaublattes bzw. eines Ausdrucks des EG-Kontrollgeräts
Prüfschritte
  1. Ausdruck bzw. Schaublatt vom Prüfer annehmen
  2. a) Gefahrene Kilometer: aus Kilometerstand-Differenz ablesen
  3. b) Fahrtunterbrechungen: alle Bett-Symbole aufaddieren (max. 15 min zählt als Unterbrechung, nicht als Pause)
  4. c) Erste Pause: Lenkzeit bis zur ersten Pause > 15 min aufaddieren
  5. d) Höchstgeschwindigkeit bzw. dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung ablesen
Soll-Zustand

Alle vier Fragen werden mit konkreten Werten (Zahlen + Einheiten) beantwortet.

Was dem Prüfer zeigen

Mit Finger am Schaublatt/Ausdruck zeigen, von welchem Abschnitt welcher Wert stammt.

Häufige Fehler
  • Unterbrechung und Pause verwechseln (< 15 min = Unterbrechung)
  • Nur eine Teilfrage beantworten
  • Kilometer aus Summe statt aus Differenz rechnen

Fahrschule Hercht §1.5

K10·F2 Prüfen, ob Pedalwege frei sind
Prüfschritte
  1. Fußraum visuell kontrollieren — keine losen Gegenstände
  2. Hinter dem Sitz in den Bereich unter/hinter dem Pedal schauen
  3. Matten müssen fest liegen und dürfen nicht unter das Pedal rutschen
  4. Zusätzlich am Anhänger: Auflaufeinrichtung gängig (Zugstange leichtgängig, Dämpfer ohne Ölaustritt), Abreißseil eingehängt, 13-polige Elektrosteckverbindung verriegelt — keine Druckluftkupplungen, unser Zugfahrzeug arbeitet hydraulisch
Soll-Zustand

Pedale vollständig frei beweglich, kein Gegenstand gefährdet den Vollbremsweg.

Was dem Prüfer zeigen

Mit der Hand in den Fußraum greifen und zeigen, dass der Bereich leer ist; ggf. lose Dinge entfernen.

Häufige Fehler
  • Nur vom Sitz aus hinunterschauen statt aktiv zu greifen
  • Fußmatte als fest angenommen, obwohl sie verrutscht
  • Bereich hinter dem Sitz vergessen
  • Nach roten/gelben Druckluftkupplungen suchen
  • Abreißseil nicht eingehängt
  • Auflaufeinrichtung nicht betätigt

Fahrschule Hercht §2.4

K10·F3 Sichtprüfung der Federung
Prüfschritte
  1. Unser C1 hat eine klassische Stahlfederung (Schrauben-/Blattfedern) — keine Luftbälge, keine Druckluftanlage
  2. Fahrzeug umrunden und an jeder Achse die Federn sichten: keine Brüche, Risse, Verformungen oder Setzungen
  3. Federaufhängungen und Gummilager auf Risse / Beschädigungen prüfen
  4. Stoßdämpfer auf äußeren Öl- oder Fettaustritt prüfen
  5. Fahrzeug steht horizontal — keine Schräglage auf einer Seite
  6. Zusätzlich: Anhängerreifen separat prüfen (Profiltiefe, Luftdruck, Beschädigung)
Soll-Zustand

Stahlfedern intakt, Gummilager rissfrei, Stoßdämpfer trocken, Fahrzeugniveau gleichmäßig.

Was dem Prüfer zeigen

An einer Achse exemplarisch Feder, Stoßdämpfer und Gummilager zeigen und „i.O." benennen; auf das gleichmäßige Fahrzeugniveau hinweisen.

Häufige Fehler
  • Nach Federbälgen oder einer Druckluftanlage suchen, die am C1 nicht existieren
  • Stoßdämpfer-Feuchtigkeit mit Straßennässe verwechseln
  • Nur eine Achse prüfen
  • Gummilager nicht beachten
  • Nur Zugfahrzeug-Reifen prüfen, Anhänger vergessen

Fahrschule Peters — C1 hydraulisch

K10·F4 Kontrolllampen benennen oder Kontrollsysteme aktivieren und an zwei Beispielen erläutern
Prüfschritte
  1. Zündung einschalten — alle Kontrollleuchten leuchten kurzzeitig auf
  2. Blinker links und rechts einzeln benennen
  3. Warnblinklicht, Fernlicht, Handbremse
  4. ABS, Motorkontrollleuchte, Temperaturanzeigen
  5. Jede Leuchte nacheinander vom Prüfer zeigen lassen
Soll-Zustand

Prüfling benennt mindestens sechs Kontrollleuchten sicher; nach Motorstart erlöschen die Betriebs-Warnleuchten.

Was dem Prüfer zeigen

Mit dem Finger auf die Kontrollleuchte im Display/Cockpit zeigen und die Bedeutung aussprechen.

Häufige Fehler
  • Symbole mit falscher Bedeutung verknüpfen
  • Nur die gängigen drei Leuchten benennen
  • Nach Motorstart noch leuchtende Warnleuchten ignorieren

Fahrschule Hercht §4.5

K10·F5 Überprüfung der Zustandsanzeige für die Luftfilteranlage
Prüfschritte
  1. Zustandsanzeige der Luftfilteranlage häufig am Ansaugstutzen am Motor montiert (Ring mit Schauglas)
  2. Grüner Bereich = Filter OK; roter Bereich = Filter verschmutzt, Wechsel fällig
  3. Moderne LKW zeigen den Zustand zusätzlich im Fahrerdisplay
  4. Bei Anzeige „rot" den Filter wechseln (nicht reinigen)
Soll-Zustand

Anzeigeschauglas im grünen Bereich, keine Display-Warnung.

Was dem Prüfer zeigen

Schauglas lokalisieren und Farbring erklären; Display-Anzeige erwähnen.

Häufige Fehler
  • Zustandsanzeige verwechseln mit einer anderen Kontrolllampe
  • Luftfilter reinigen statt tauschen
  • Nur das Display beurteilen, Schauglas vergessen

Fahrschule Hercht §5.7

K10·F6 Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)
Prüfschritte
  1. Anzahl: pro starrer Achse 1 Unterlegkeil erforderlich — LKW Solo meist 1 Stück
  2. Unterbringung: 2-fach gesichert (Halterung + Metallbügel), am Rahmen
  3. Zustand: keine Risse, Profil der Auflagefläche vorhanden
  4. Passende Größe für die montierten Reifen
  5. Zusätzlich: Sattelkupplung / Anhängerkupplung, Sicherungsstift, Abreißseil, Elektrosteckverbindung prüfen
Soll-Zustand

Korrekte Anzahl Unterlegkeile vorhanden, sicher in ihrer Halterung, formstabil, reifengerecht dimensioniert.

Was dem Prüfer zeigen

Halterung aufsuchen, Keil einmal herausnehmen und sichtprüfen, zurück in doppelte Sicherung stecken.

Häufige Fehler
  • Zu kleiner Keil für die Reifengröße
  • Keil nur in Halterung, ohne zusätzlichen Metallbügel
  • Anzahl falsch angeben (je Achse, nicht je Rad)
  • Abreißseil nicht geprüft
  • Elektrosteckverbindung lose oder korrodiert

Fahrschule Hercht §6.2

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Tipp vom FahrlehrerBewertung: wie C/C1 (2-Fehler-Regel bzw. 1 Fehler + Zweitfehler im selben Sachgebiet). Prüfer achten besonders auf die Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger (Kupplung, Steckverbindung, Bremsleitung). Quelle: Anlage 7 FeV + PrüfRiLi.
Abfahrtkontrolle für Klasse C1
Video ansehen

Abfahrtkontrolle für Klasse C1

Basis auch für C1E — die anhängerspezifischen Punkte kommen dazu.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV). Prüfungen durch TÜV | DEKRA arge tp 21.

Klasse C1E · Grundfahraufgaben

Grundfahraufgaben

PrüfRiLi Anlage 7

2 Pflichtaufgaben · Anlage 7 Nr. 2.1.4.4 FeV (Abschnitt C1E)

Anlage 7 FeV definiert für C1E zwei Pflicht-Grundfahraufgaben. Das Ab-/Ankuppeln gehört nicht dazu — es ist Teil der fahrtechnischen Vorbereitung.

1

Pflicht · Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links

Gespann rückwärts um eine linksgerichtete Ecke manövrieren — Gegenlenken und Knickwinkel kontrollieren.

2

Pflicht · Rückwärtsfahren geradeaus an eine Rampe

Gespann geradeaus rückwärts an eine Be-/Entladerampe setzen — Anhänger mittig halten, präzise Spiegel-Arbeit.

Tipp vom FahrlehrerBewertung: Knickwinkel-Kontrolle, Spiegelarbeit, präzise Annäherung — Abbruch oder Kontakt = nicht bestanden. Technisch wie CE-Gliederzug, nur an einem leichteren Gespann. Quelle: Anlage 7 Nr. 2.1.4.4 FeV.

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 7 — Detailierte Aufgabenbeschreibungen.

So läuft es ab

Die technischen Fragen vor der Fahrt.

Bevor du bei der praktischen Prüfung losfährst, stellt der TÜV-Prüfer technische Fragen am Fahrzeug. Bei Klasse A und B heißt das offiziell Sicherheitskontrolle, bei Klasse C/CE spricht man von der Abfahrtkontrolle. Du musst zeigen, dass du sicherheitsrelevante Bauteile kontrollieren und erklären kannst.

Die Fragen stammen aus der Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und sind verbindlich für alle TÜV/DEKRA-Prüfer in Deutschland. Auf dieser Seite findest du alle relevanten Themengebiete — wähle oben deine Klasse und das gewünschte Thema.

Auf einen Blick

  • Klasse B: 3 Prüfpunkte aus 5 Themen, ca. 5 Min.
  • Klasse A: Wie B, plus Not-Aus & Antriebselemente
  • Klasse C/CE: 10 Aufgabenkarten, 6 Fragen
  • Ohne Werkzeug, am stehenden Fahrzeug
  • Prüfer wählt stichprobenartig

Quelle: Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi), Anlage 10 — veröffentlicht im Verkehrsblatt (BMDV), Stand 04/2025. Prüfungen durchgeführt von TÜV | DEKRA arge tp 21.

FAQ

Häufige Fragen zur Prüfung.

Was ist die Sicherheitskontrolle bei der praktischen Prüfung?

Vor jeder praktischen Fahrprüfung prüft der TÜV-Prüfer stichprobenartig 3 Punkte aus 5 Themenbereichen am Fahrzeug (Reifen, Beleuchtung, Lenkung, Bremsen, Flüssigkeitsstände). Du musst die Kontrolle am Fahrzeug zeigen und erklären können — ohne Werkzeug. Dieser Teil dauert ca. 5 Minuten.

Was passiert, wenn ich die Sicherheitskontrolle nicht bestehe?

Die Sicherheitskontrolle allein führt nicht zum Durchfallen. Sie fließt jedoch in die Gesamtbewertung ein. Wer hier unsicher wirkt, startet mit einem negativen Eindruck in die Fahrt. Deshalb lohnt sich gründliche Vorbereitung — du gewinnst dadurch Selbstsicherheit für die gesamte Prüfung.

Wie viele technische Fragen werden gestellt?

Beim Pkw (Klasse B) prüft der Prüfer 3 Punkte stichprobenartig aus 5 Themenbereichen (Reifen, Beleuchtung, Lenkung, Bremsen, Flüssigkeiten). Bei Motorrad (Klasse A) kommen Not-Aus-Schalter und Antriebselemente (Kette/Riemen/Kardan) dazu. Bei LKW (Klasse C/CE) ziehst du eine von 10 Aufgabenkarten mit je 6 Fragen aus 6 Sachgebieten.

Kann ich die Sicherheitskontrolle vorher üben?

Ja! Wir üben die Sicherheitskontrolle in den regulären Fahrstunden mit dir. Zusätzlich findest du auf dieser Seite alle prüfungsrelevanten Fragen und Antworten für Klasse B, A und C/CE. Am besten gehst du die Punkte am Prüfungstag nochmal am echten Fahrzeug durch.

Wie lange dauert die praktische Prüfung insgesamt?

Die Dauer hängt von der Führerscheinklasse ab: Klasse B: ca. 55 Minuten (davon 5 Min. Sicherheitskontrolle). Klasse A: ca. 70 Minuten. Klasse C/CE: ca. 85 Minuten. Darin enthalten sind die technischen Fragen, Grundfahraufgaben und die Fahrt im Verkehr.

Was ist der Unterschied zwischen Sicherheitskontrolle und Abfahrtkontrolle?

Sicherheitskontrolle ist der offizielle Begriff bei Klasse B und A — der Prüfer wählt 3 Prüfpunkte stichprobenartig aus. Abfahrtkontrolle ist der Begriff bei Klasse C/CE (LKW) — hier ziehst du eine Aufgabenkarte mit 6 Fragen aus 6 Sachgebieten (Front/Motorraum, Seiten, Rückseite, Fahrerkabine, Kontrollgerät, Zubehör).

Was ist der Unterschied zwischen Klasse B und B197?

Die praktische Prüfung ist identisch — gleiche Dauer (55 Minuten), gleiche Sicherheitskontrolle, gleiche Grundfahraufgaben. Der einzige Unterschied: Bei B197 wird die Prüfung auf einem Automatikfahrzeug abgelegt. Die Schaltkompetenz erwirbst du bereits vor der Prüfung in der Ausbildung (mind. 10 Fahrstunden auf einem Schaltfahrzeug + 15-minütige Testfahrt, § 17a FeV) — dein Fahrlehrer bestätigt sie. Nach bestandener Prüfung erhältst du die uneingeschränkte Klasse B und darfst sowohl Schalt- als auch Automatikfahrzeuge fahren.

Welche Führerscheinklassen bietet Peters Fahrschule an?

Wir bilden in allen gängigen Klassen aus: Auto (B, B197), Motorrad (A, A1, A2, AM), LKW (C, CE, C1, C1E), Anhänger (BE, B96) und Bus (D). Jede Klasse hat spezifische Prüfungsanforderungen — diese Seite hilft dir, dich optimal vorzubereiten.

Bereit für die Prüfung?

Unsere Fahrlehrer bereiten dich gezielt auf alle Prüfungsbestandteile vor — von der Sicherheitskontrolle bis zur Prüfungsfahrt.

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Wissenswertes zur praktischen Prüfung

Die praktische Fahrprüfung in Deutschland besteht aus mehreren Teilen: der Sicherheitskontrolle (bzw. Abfahrtkontrolle bei LKW), Grundfahraufgaben und der Prüfungsfahrt im Verkehr. Die technischen Fragen zu Beginn sind verbindlich in der Prüfungsrichtlinie (PrüfRiLi) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr festgelegt und gelten einheitlich für alle TÜV- und DEKRA-Prüfer in Deutschland.

Bei Peters Fahrschule in München-Haidhausen, München-Giesing und Haar bereiten wir dich systematisch auf alle Prüfungsbestandteile vor. Die Sicherheitskontrolle üben wir bereits während der regulären Fahrstunden — direkt am Ausbildungsfahrzeug. So gehst du am Prüfungstag mit einem sicheren Gefühl in die Prüfung. Ob Autoführerschein Klasse B, Motorradführerschein Klasse A oder LKW-Führerschein Klasse C/CE — wir stellen sicher, dass du bestens vorbereitet bist.

B oder B197 — was ist der Unterschied? B197 ist keine eigenständige Führerscheinklasse, sondern eine Prüfungsmodalität der Klasse B: Die praktische Prüfung wird auf einem Automatikfahrzeug abgelegt, Dauer und Inhalt sind jedoch identisch zur klassischen Klasse B. Die Schaltkompetenz weist du bereits vor der Prüfung in deiner Ausbildung nach (mind. 10 Fahrstunden auf einem Schalter plus 15-minütige Testfahrt, § 17a FeV). Nach bestandener Prüfung erhältst du die uneingeschränkte Klasse B — du darfst sowohl Schalt- als auch Automatikfahrzeuge fahren. Deshalb führen wir B und B197 auf dieser Seite gemeinsam unter „Klasse B".

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